Pflanzen-Haul auf dem Staudenmarkt

Am Wochenende war Staudenmarkt im Botanischen Garten in Berlin-Dahlem. Ich war auch da und weil diesmal mein Video-Schnittprogramm streikt (irgendwas ist ja immer) zeige ich euch einfach mal, was ich dort für Beute gemacht habe, und hoffe, dass ich das Video später hochladen kann.

Montag, 04. April 2011

Vorweg: Es war höllenvoll, und ich glaube, das gebe ich mir nicht nochmal. Ich weiß nicht, ob ihr dieses Gefühl kennt, wenn man einen umfangreichen Weihnachtseinkauf tätigt, bei einigen Sachen sicher weiß, was man haben möchte, bei anderen erstmal nur gucken, und dann schleicht man hinter anderen Einkaufenden her, in grauenvollem Tempo, Tüte um Tüte kommt dazu, die Griffe schneiden in die Finger ein, man weiß, das Auto parkt weit weg oder man muss noch mit Öffis fahren, und urplötzlich hat man die Nase gestrichen voll, will nur noch an den Schleichis vorbei und irgendwo endlich sitzen und fertig sein.

Genauso ging es mir gestern. Bloß, dass es eben Pflanzen waren, die ich trug. Gar nicht mal so viele, aber ihr wisst ja auch alle, was feuchte Erde wiegt.

Ursprünglich hatte ich vor, auch die Schaugewächshäuser zu besuchen, die ich wirklich sehr liebe, denn immerhin wurden von jedem Staudenmarkt-Besucher tatsächlich 6,- Euro Eintritt abverlangt. Damit hat sich der Botanische Garten bei dem Andrang höchstwahrscheinlich saniert ;-) Aber aus o.g. Gründen, war ich dazu nicht mehr in der Lage. Ich wusste schließlich, dass das Auto einen halben Kilometer vom Eingang entfernt stand. Und ich hatte nagelneue Schuhe an, die ich zwar am Tag zuvor schon eingelaufen hatte, aber jetzt weiß ich: Zwei Tage hintereinander waren definitiv zu viel ;-) *aua*

So ließ ich mich also erstmal inspirieren. Gleich hinter dem Eingang sah ich Lenzrosen (Helleborus), in die ich mich ja in der Schweiz schon so verliebt hatte.

Ich wollte gerade das Posting dazu verlinken und stelle fest: ich HABE dazu überhaupt noch nichts gepostet! Gut, das liefere ich nach. Aber ich wundere mich, dass ich das nicht längst getan habe.

Jedenfalls gibt es in der Nähe unserer Schweizer Wohnung u.a. einen Garten, der Spaziergänger mit einem dicken Tuff Lenzrosen begrüßt. Ich zeige euch die jetzt einfach schon mal:

Lenzrosen

Die Helleborus, die ich auf dem Markt zuerst sah, waren gelbgrünlich, auch nett, aktivierten aber noch nicht meinen "Haben-wollen"-Knopf ;-) Erst als ich mich fast einmal durchgekämpft hatte, fand ich einen sympathischen Stand mit lilafarbenen Lenzrosen, die auch meinen Preisvorstellungen einigermaßen entsprachen. Die Standbetreiber waren sogar von Österreich angereist, und den Sound liebe ich ja ;-) Also, eins der Pflänzchen durfte mit nach Hause und steht schon im Vorgartenbeet:

Helleborus orientalis

Die erste Pflanze, die mir auf dem Markt in die Tüte gehüpft ist, war jedoch eine Iris. Ich habe gelbe Iris im Garten (im und am Teich), aber die neue ist dunkelviolett (bzw. wird es, so hoffe ich) und soll hasenohrförmige Blätter bekommen. Das gute Stück stammt ursprünglich aus Afghanistan. A rare plant, found just once in Afghanistan many years ago but remarkably this is tolerant and happy outside in a well drained sunny spot. http://rareplants.co.uk

Iris juno cycloglossa

Nun bin ich gespannt, ob das kleine grüne Dings (huch, davon hab ich gar kein Foto), tatsächlich mal so aussehen wird. Irgendwie kauft man bei noch-nicht-blühenden Stauden ja doch immer die Katze im Sack.

Ebenso wie bei der blauen Agapanthus (nanu, auch kein Foto...), von der auch erst knapp 10 cm lange Blätter aus der Erde schauen. Ob sie wirklich blau ist und - beinahe noch wichtiger - wirklich winterhart, wenn man sie nicht im Kübel hält sondern auspflanzt, wir sich dann etwa in einem Jahr zeigen. Die Blätter kann man im Herbst abschneiden und die Pflanze ein wenig mit Stroh abdecken. Es wäre schön, wenn das klappen würde, denn Agapanthus fand ich schon lange toll.

Da ich meinem Blognamen aber Ehre machen und mehr auf Bauerngarten-Aspekte eingehen will, hatte ich mir vorher schon vorgenommen, Phlox im Garten anzusiedeln. Ich habe schöne Phloxe gefunden (natürlich blühten die auch noch nicht), alle in Rosa-lila-tönen. Ich nahm einmal Phlox paniculata "Swirly Burly"

Phlox paniculata "Swirly burly"

zweimal Phlox paniculata "Katherine"

Phlox paniculata "Katherine"

und zweimal Phlox paniculata "The King".

Phlox paniculata "The King"

Wenn ich weiße Schafgarbe (hab ich auch hier in den Startlöchern) dazwischen pflanze, stelle ich mir das sehr hübsch vor. Und Stockrosen natürlich, wenn die diesmal mitspielen.

Einen Beutel rote Saatzwiebeln habe ich noch mitgenommen (Sorte hab ich grad nicht im Kopf, den Namen liefere ich nach). Und ich glaube, das war es. Aber eben schwer zu tragen ;-)

Trotz der schleichenden Menschenmassen war es aber schön, da es der wärmste 3. April seit beginn der Wetteraufzeichnungen war. Und Hertha hat 2:0 gewonnen (meine Familie war während meines Beutezugs im Stadion) - was will der Mensch mehr? ;-))))

Schade, dass man Duft nicht bloggen kann

Und damit meine ich nicht den Blütenduft des Frühlings, sondern den nach Kakao in den Beeten (kein Aprilscherz übrigens!). Und das kam so:

Freitag, 01. April 2011

Gleich hinter unserem Gartentor auf unserer Grundstücksauffahrt befindet sich ein kleines, sichelförmiges Beet. Im letzten Sommer hatte ich es von Efeu befreit und mit blühenden Pflanzen gestaltet.

Etliche der Pflanzen waren allerdings nicht winterhart, und so bot sich mir nach der Schneeschmelze ein ziemlich übersichtliches (und trostloses) Bild:

Vorgartenbeet, 17.1.2011 (Rahmen)

Das konnte ich mir nicht noch länger anschauen und habe mich im Gartencenter inspirieren lassen. Eine Buchskugel (passend zu denen links und rechts neben der Eingangstür sollte her, den Rest wollte ich mit Stauden bepflanzen.

CIMG1554 (Rahmen)

Nein, ich habe keinen Sponsorenvertrag mit einem Baumarkt ;-) Da man aber ab 50,- Euro Einkauf einen Eimer gratis dazubekommt, haben sich bei mir schon etliche angesammelt. Da ich wegen meines Rückens nicht schwer tragen kann, haben die sich für mich auch zum Erde-Schleppen als sehr praktisch erwiesen und die Gartengeräte trage ich auch darin herum.

Nachdem ich vorne die Buchskugel eingebuddelt hatte, habe ich die anderen Pflanzen erstmal grob auf dem Beet verteilt, um die Wirkung zu prüfen.

Grobe Verteilung der Stauden auf dem Beet (Rahmen)

Die Stauden sind ja alle noch ziemlich klein, aber in etwa kann ich mir schon vorstellen, wie es aussehen wird, wenn Rittersporn, Lupine und Stockrosen (Alcea rosea "Pleniflora" - wehe, die wachen wieder nicht bei mir, grr!) im hinteren Teil des Beetes zu voller Höhe aufgeschossen sind. Vorne wachsen kleine Astern aus dem Vorjahr. Neu hinzugekommen ist rosa Steinbrech (Saxifraga x arendsii Touran "Neon Rose"), Alpenlichtnelken, Blaukissen (Aubretia), Polsterphlox, Lupine, Stocrosen und Rittersporn. Die jetzt dich erforen geglaubte Hortensie treibt auch wieder aus.

collage

Das fertige Staudenbeet ohne Mulch (Rahmen)

Als alles eingebuddelt war, kam die große Stunde des Kakaodufts: Im letzten Jahr hatte ich bereits Kakaoschalen zum Mulchen bestellt, kam jedoch nicht dazu, sie anzuwenden. Ich hatte schon befürchtet, sie hätten ihren Duft verloren, doch als ich den Sack öffnete, hätte ich am liebsten sofort in das Zeug hineingebissen ;-) Die Schalen sind ein Abfallprodukt der kakaoherstellung und sehr gut zumm Mulchen und zur Versorgung mit Stickstoff geeignet.

Bisher habe ich überall gehört, dass man die Kakaoschalen nicht pur verwenden soll (weshalb, das hat niemand erklärt), sondern am besten gemeinsam mit Pinienrinde.
Pinienrinde setzt Gerbsäure frei, die gut gegen Unkraut hilft, entzieht dem Boden aber Stickstoff, der jedoch durch die Kakaoschalen wieder zugefügt wird.
Außerdem helfen die Kakaoschalen mit ihren scharfen Kanten, die Schneckenplage im Zaum zu halten.

Links Pinienrindenmulch, rechts Kakaoschalen (Rahmen)

Während ich mit K4 das Mulchmaterial verteilt habe, lief uns Monsieur Katz wie ein kleiner Hund hinterher und wollte die Krokusse ausgraben, die im noch unbearbeiteten Vorgartenteil wachsen. Sehr strange ;-)

Hier das fertige Ergebnis:

Das fertig angelegte Beet, gemulcht

Nun müssen die Pflanzen nur noch wachsen :-)

International Sunflower Guerrilla Gardening Day 2011

Heute möchte ich euch auf eine schöne Aktion aufmerksam machen. Vielleicht wolltet ihr immer schon mal als Guerillagärtner unterwegs sein, und euch fehlte nur der Mut. Am 1. Mai habt ihr nun einen Anlass, an dem ihr über euren Schatten springen könnt, denn es ist der International Guerrilla Gardening Day 2011.

Montag, 21. März 2011

SunflowerGuerillaGardeningDay2011

Dazu müsst ihr nicht nachts mit der Taschenlampe, Spaten, Erde, Pflanzen und Wasser unterwegs sein. Es genügt, eine Tüte mit Sonnenblumensamen und ein Stöckchen oder Bleistift, und natürlich eine Kamera, um das Ganze zu dokumentieren (Vorher-Nachher-Fotos wären geradezu ideal!).

Ihr sucht euch eine öde Stelle in der Stadt, auf einer Brachfläche, Baumscheibe, am besten irgendwo, wo schon zumindest Erde vorhanden ist, sonst wird es doch wieder aufwändig. Dann stecht ihr mit dem Bleistift ein - nicht zu tiefes - Loch in die Erde (man sagt, 3x so tief, wie der Samen dick ist), und legt einen Sonnenblumensamen hinein. Evtl. auch zwei oder drei, wenn ihr ganz sicher gehen wollt, dass die Saat aufgeht. Dann macht ihr das Loch weider zu - fertig. Es kann auch nicht schaden, eine kleine Wasserflasche dabeizuhaben, um die Stelle anzugießen, ist aber auch nicht unbedingt notwendig. Anschließend das Foto nicht vergessen!

Wie findet ihr die Idee? Macht ihr mit? Ich freue mich über eure Kommentare!
Ich bin jedenfalls dabei!
Wie die Aktion im letzten Jahr lief, nebst einer kurzen Anleitung, ist in diesem Video des Initiators Richard Reynolds zu sehen:

Durchgeknallte Trichterwinden

Meist wartet man ja bei der Aussaat ewig, bis sich etwas tut. Und dann haben Pflanzen ja auch die (für ungeduldige Menschen wie mich) unangenehme Angewohnheit, so furchtbar langsam zu wachsen. Nicht so die diesjährigen Trichterwinden.

Mittwoch, 31. März 2010

Ich habe die Samen von "Blauer Himmel" und "Scarlett O'Hara" eine Nacht vorher in warmem Wasser eingeweicht, wie man das bei Trichterwinden (genau wie bei Kapuzinerkresse) tun sollte, um den Keimprozess zu beschleunigen.

Schon als ich am nächsten Morgen in die Becher sah, hatte ich den Eindruck, die Keimlinge konnten es kaum erwarten mit dem Wachstum loszulegen, denn überall schauten helle Spitzen aus den Samenkörnern:

links Samen von Trichterwinde 'Blauer Himmel' rechts 'Scarlett O'Hara'.

Nach zwei (!) Tagen auf der Fußbodenheizung grinsten mich morgens diese Keimlinge an:

Nach einer Woche hatten die Keimlinge ihre Klorollentöpfchen voll durchwurzelt (die Wurzeln hingen auch z.T. zentimeterlang unten heraus) und waren schon so hoch, dass sie dringend eine Rankhilfe benötigten.

Also habe ich sie gestern umgetopft:

Als Rankhilfen habe ich Abschnitte von Buddeleja-Zweigen genommen, da ich unseren Schmetterlingsflieder in der letzten Woche radikal heruntergeschnitten hatte. So haben auch diese Zweige noch eine Aufgabe.

Ich bin gespannt, wie sich die Pflanzen weiter entwickeln. Ich habe auch fast keine beim Umtopfen umgebracht ;-)

Sommersehnsucht.

Grafik Ferien in Schweden, auf Öland in Ventlige. Da gab es ein Dorf weiter diese kleine Hofgärtnerei, Albrunna Perenner. Tag für Tag sind wir daran vorbeigefahren, bis ich eines Tages anhielt und die Pflanzen auf den Tischen und in den Beeten betrachtete und beschnupperte. Und da stand sie dann, meine 'Whisky Mac'. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Dienstag, 17. März 2009

Summer holidays at Öland in Sweden. There was this little nursery, called Albrunna Perenner. Day after day we drove past this nursery, but one day I stopped. I watched and smelled the flowers growing on tables and in beds. And there it was, my 'Whisky Mac'. It was love at first sight.


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