Loch Ness

sollten wir unseren Gartenteich wohl konsequenterweise nennen, wo doch seit knapp vier Jahren dieses freundliche Seeungeheuer darin haust:

Sonntag, 15. März 2009

Ich weiß nicht, wer unsere Nessie erschaffen hat, aber mich bringt das zum Thema "Kunst im Garten". Ich finde, dass Pflanzen und künstlerische Objekte sich gut ergänzen. Ob es nun ein schön gestalteter Pflanzenstecker ist oder eine Skulptur, die wir vielleicht sogar selbst geschaffen haben.

Ich habe vor, in diesem Jahr einige kleinere Projekte aus Blech mit den Kindern zu realisieren, und hoffe, dass ich dazu Zeit und Muße finde. Ideen habe ich genug ;-)

Bislang gebe ich mich mit einem stilisierten Rittersporn aus Keramik zufrieden (aus Schweden mitgebracht), der neben einem Holzmarienkäfer am Teich, pardon, am Loch Ness, residiert. Ein Garten sollte jedoch noch mehr Überraschungen bergen, finde ich. Obwohl... wenn ich es recht überlege, steht doch noch so einiges mehr herum. Die Emailleschüsseln zum Beispiel, neben meiner Whiskey-Mac-Rose:

Ich muss wohl doch gelegentlich mal Kunst-Bestandsaufnahme machen ;-)

Wie ist es mit euch? Gibt es bei euch Kunst oder Kitsch im Garten? Plant ihr für 2009 eine Kunstaktion?

Wohin mit Gartenschere & Co?

Nach getaner Arbeit ist es praktisch, für all die kleinen Geräte, mit denen man im Garten werkelt, einen festen Platz zu haben. Ich habe meinen im Kleingewächshaus gefunden, aber auch ein Schuppen oder eine Terrassenwand ist dafür geeignet.

Sonntag, 15. März 2009

Wichtig ist, dass die Geräte vor Regen geschützt sind, damit sie nicht rosten. In meinem Beispiel habe ich einfach in die Gewächshauskonstruktion kleine Metallhaken eingehängt, an denen zu beiden Seiten der Gewächshaustür Dinge wie Schnur, Bindedraht, Gartenschere, Haushaltsschere, Handschuhe, Maßband, Schippe, Grubber, etc. aufgehängt wurden. Das erspart langes Suchen.

Sicher findet ihr auch einen passenden Platz für solche Haken; z.B. an einem Metallgitter, das an die Wand geschraubt wird. Man kann ein echtes Stillleben daraus machen.

Schnelles Gärtnern für Faule ;-)

Eine Dreiviertelstunde in der Mittagspause hat genügt um mich um eines meiner vielen Sorgenkinder zu kümmern: Der Boden zwischen Gartenzaun und Müllabtrennung. Ich habe einfach mal etwas ausprobiert: Schichtengärtnern, in USA als "Lasagna Gardening" bekannt.

Donnerstag, 12. März 2009

Diese Stelle ist das erste, was man sieht, wenn man vor unserem Briefkasten steht, der an der Müllabtrennung angebracht ist. Immer wollte ich dort bunte Blumen wachsen lassen, aber bis auf Unkraut habe ich dort nie etwas kultiviert. Nur eine Clematis montana rubens, rankt seit zwei Jahren an der Müllabtrennung, aber Kletterpflanzen sind ja ohnehin robuster.

Ich habe mir vorhin also den Status quo angeschaut:

Nicht wirklich schick, und das Unkaut unter dem Laub steht auch in den Startlöchern. In all den Jahren zuvor habe ich das Laub entfernt, die Erde mit der Gartenkralle gelockert, Unkraut entfernt. Dachte ich jedenfalls. Habe Blumenerde aufgebracht, Sommerblumen gesät - nada.

Die Erde war offenbar völlig ausgelaugt. Aber das soll jetzt anders werden, und so habe ich zunächst die Stelle festgetreten, jede Menge Tageszeitungen (ganz wichtig, keine illustrierten Hochglanzmagazine!) in Wasser eingeweicht und auf dem neuen Beet ausgelegt, so dass die Teile gut überlappen. Wichtig ist, dass die Zeitungsschicht wirklich dick ist, damit das Unkraut keine Chance hat sich doch noch durchzuwühlen. Das klappt dann sogar bei Rasensoden. Man muss diese nicht mehr umständlich abtragen und die Erde darunter lockern, sondern kann einfach Schicht für Schicht ein Beet anlegen, wo man es gerne möchte.

Das sieht nun natürlich erstmal skurril aus, und ich hab genau gemerkt, wie eine Passantin anhielt, zurückkam und verstohlen nochmal über den Zaun schielte, bevor sie weiterging - vermutlich mit einem dicken Fragezeichen über dem Kopf.

Auf die Zeitung habe ich Erde bzw. Kompost getan. Aufgeworfene Erde von Maulwurfshügeln, den Inhalt der letztjährigen Blumenkästen, und so weiter.

Normalerweise käme jetzt eine Schicht Torfmoos. Egal elches Gartenbuch man liest - Torfmoos wird immer und überall verwendet, weil es das Wasser so gut speichert. Ich habe hier jedoch schon erwähnt, dass dies zum immer schnelleren Abbau der Moore führt und daher für meinen Gescmack in einem Garten, der auf Recycling und Nachhaltigkeit setzt, nichts verloren hat. Ich werde den Sommer über nach Alternativen suchen.

Die Schichten Erde - Torfmoos - Laub - Torfmoos - Grasschnit - Torfmoos habe ich mir an dieser Stelle also zunächst gespart, aber auch mit nur zwei Schichten sah das Ganze schon viel vesprechend aus:

Ich habe alles etwa zehn Zentimeter aufgefüllt, gut durchmischt und nochmal gewässert. Zum Abschluss habe ich Unkrautfolie oben drauf gelegt, die ich mit einigen Steinen beschwerte, damit sie nicht davonwehen kann. Wenn es jetzt wärmer wird, kann unten drunter alles prima verrotten:

Ich werde Zur Pflanzzeit die Folie entfernen. An den Stellen, an denen ich die Pflanzen einsetzen möchte, muss ich nur die Schicht ein Stück beiseite schieben. Berichten zufolge ist auch unterhalb der Zeitungsschicht die Erde nach einiger Zeit wunderbar locker und "kompostig".

Ich bin sehr gespannt.

So ein Schichtenbeet kann man übrigens jederzeit anlegen. Viel Spaß dabei!

Geheimer Startschuss

Hören konnte man ihn nicht, den Schuss. Doch es lag ein Kribbeln in der Luft: In der nördlichen Hemisphäre greift gerade der Aussaat-Virus um sich.

Mittwoch, 11. März 2009

Auch wenn ich es schrecklich gerne täte - ich kann nicht jeden Tag ein neues Video produzieren und hochladen. So begnüge ich mich heute damit, über den Tellerrand zu spähen und zu schauen, was denn auf der restlichen Nordhalbkugel so auf den Fensterbänken sprießt.

Mein Fensterbrett platzt schon aus allen Nähten. Tomaten, Kapuzinerkresse, Lupinen, Mais, Tagetes drängeln sich zwischen den Zimmerpflanzen und Kakteen. Ich werde wohl demnächst in die Kinderzimmer ausweichen müssen ;-)

Der Kürbissämling sieht auch schon vielversprechend aus:

Und? Was tut sich auf eurem Fensterbrett? Habt ihr schon Pläne für das Gartenjahr oder lasst ihr euch spontan vom bunten Saatgutangebot inspirieren? Ich bin gespannt!

Bau eines einfachen Laubkompostbehälters

Wir hatten im letzten Jahr so viel Laub in unserem Garten, dass wir es vor den ersten Schnee nicht komplett entfernt hatten. Als ich jetzt im Spätwinter durch den Garten lief, kam mir die Idee, das restliche Laub nicht in Laubsäcke zu füllen, sondern lieber fruchtbaren Kompost daraus zu machen. Doch welchen Kompostbehälter nehmen? Im folgenden Video demonstriere ich eine einfache Lösung:

Dienstag, 10. März 2009

Wir haben einen Thermokomposter, den ich jedoch für anderes Material verwenden wollte. Mir fiel dann ein altes Gitter in die Hände, das genau die richtige Größe hatte. Man bekommt solche Drahtgitter in jedem Baumarkt.

Nachdem ich es an den Enden mit grünem Pflanzendraht zusammengebunden hatte, habe ich eine Stelle neben dem Thermokomposter freigeräumt, den Boden gelockert, und den fertigen Behälter dorthin gestellt.

Als erstes habe ich die in den Behälter hineinragenden Zweige der dahinter wachsenden Hecke abgeschnitten, zerkleinert und auf den Boden gelegt. Der ganze Trick besteht nun darin, abwechslend Laub und Erde aufeinanderzuschichten. Am besten nimmt man keine trockene Erde, sondern feuchte, lebendige, von Mikroorganismen durchzogene, dann spart man sich den Kompoststarter.

Ich mische noch Kaffeesatz und Teefilter darunter, das schmeckt den Würmern, die ja schließlich die ganze Arbeit tun sollen, besonders gut. Sonstige Küchenabfölle nehme ich nur in Maßen, denn erstens sol das ja LAUBkompost werden, und zweitens sollten diese - zumindest in unserer Gegend - lieber im Thermokomposter verrotten, damit keine Wildschweine angelockt werden.

Wichtig ist, alles, was auf den Kompost kommt, stets gut zu zerkleinern, das beschleunigt die Rotte. Außerdem muss auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden. Ist der Kompost zu trocken, kommt die Rotte gar nicht est in Gang, ist er zu feucht, fühlen sich Fäulnisbakterien pudelwohl, und wir erhalten eine stinkende, schware Masse, aber keinen wertvollen Kompost. Am besten ist es, wenn wenigstens einmal pro Woche kontrolliert wird. Zwischendurch kann mit langen Metallstangen in das Material gestochen werden, oder man schichtet bisweilen um.

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Begrünte Wände - TV-Tipp

Wie ich schon im Eingangsposting erwähnte, hatte ich mich lange Zeit intensiv mit Fassadenbegrünung beschäftigt. Wer sich dafür interessiert, sollte am 12. März mal den Fernseher einschalten.

Montag, 09. März 2009

Begrünte Wände sind gut für das Raumklima und unschädlich für die Fassade, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Was oft als "Architektentrost" bezeichnet wird, hat eine wichtige Aufgabe, gerade für die Stadtökologie. Berankte Wände gut fürs Klima und angenehm für die Seele.
Im Sommer bleibt es in den Häusern länger kühl, und im Wilden Wein an unserer Hauswand brüten Jahr für Jahr viele Vögel. Das ist immer ein ziemliches Getschilpe, aber wunderschön.
Ich bin gespannt, wie der WDR dieses Thema behandelt:

Atmende Wände: Vertikales Grün Donnerstag, 12. März 2009, 18.20 - 18.50 Uhr

Bakker - Bereiten Sie Ihren Garten auf die neue Gartensaison vor!


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