Hässliche Gartenecken

In jedem Garten gibt es Ecken, die nicht gerade präsentabel aussehen. Die gibt es im Bauerngartenfee-Garten natürlich auch. Teils aus Zeitmangel, teils wegen gesundheitlicher Probleme (ich sag nur: Rücken...), teils aus Bequemlichkeit. Und dann gibt es da ja noch den Broken-Windows-Effekt ;-)

Eine hässliche Ecke in unserem Garten ist der hintere Gartenteil, also der Bereich, der am weitesten vom Wohngebäude entfernt ist. Dort stand bis 2010 ein Schuppen, der schon nicht so der Hit war, als wir das Haus und Grundstück kauften. Das Foto ist aus dem Jahr 2002 (noch analog fotografiert). Da ist auch die Goldulme in der Bildmitte erst 3 Jahre alt:

2002 SchuppenBGF

Wir haben irgendwelche Gartengeräte dort untergebracht, und in der "toten" Ecke, rechts neben dem Schuppen, alles was im Garten so anfiel. Vor einigen Jahren ist dann das schräge Flachdach in der Mitte eingebrochen. Da der Schuppen nicht gerade die vordringlichste Sache war, die wir erledigen mussten, haben wir das Dach nur gestützt und den Schuppen nicht mehr betreten. 2010 haben wir ihn dann endlich abreißen lassen. Der trostlose Anblick, sowie die Mücken und Brennnesseln im hinteren Gartenteil, haben uns nicht gerade dazu verleitet, mit der Ecke etwas zu machen. Zumal, wie gesagt, andere Dinge wichtiger waren, und Zeit leider nur ein begrenztes Gut ist.

Aber mich nervt das, und ich wollte das alte Betonfundament, auf dem der Schuppen stand, wenigstens dazu nutzen erst einmal eine provisorische Sitzecke einzurichten. Im Sommer fällt die Abendsonne nämlich dort hin und nicht auf unsere Terrasse. Was wir mit den Mücken machen, wird sich finden :-) Und eines Tages kommt vielleicht ein neuer Schuppen an diese Stelle oder ein kleines Gartenhäuschen, wie es hier fast alle Nachbarn haben.

Jedenfalls nenne ich die Dokumentation dieser Buddelei einfach mal Projekt Gartenhaus, damit es einen Namen hat und für euch (und mich, immerhin ist bauerngartenfee.de ja auch zum Teil ein Gartentagebuch) besser aufzufinden ist.

Das erwähnte Fundament war bis zum letzten Wochenende allerdings nicht einmal zu erahnen, da sich ein dichtes Geflecht aus Moos, Wurzeln, Erde sowie Zillionen von Eicheln und Eichenbabys darauf breitgemacht hatte. Die Ecke sieht natürlich jetzt auch besonders trostlos aus, weil noch nichts grün ist:

ProjektGartenhaus1BGF

Mit tatkräftiger Unterstützung von Kind 3 und 4 habe ich am ersten Tag schon ein bisschen was von der Betonplatte zum Vorschein gebracht, sowie eine hartnäckige Ahornwurzel entfernt, bei der sich Kind 4 als Axtmörder betätigte :-)

ProjektGartenhaus2BGF

Am zweiten Tag habe ich mich weiter vorgekämpft. Das Ende des Fundaments ist rechts, wo der Spaten steckt:

ProjektGartenhaus3BGF

Wegen meines Rückens kann ich die tägliche Wühlerei nicht übertreiben, denn ich möchte nicht noch einmal ein Dreivierteljahr halb bewegungsunfähig durch die Gegend hinken. Also geht es eben Stück für Stück voran. Ich möchte nur schneller sein als die Brennesseln :-)

Auf jeden Fall ist es ein schönes Gefühl, dass ich endlich wieder etwas im Garten tun kann. Und am Sonntag bin ich in der Sonne auch ziemlich ins Schwitzen gekommen. Bei diesem Foto saß ich auf der ollen weißen Plastikbank von den Fotos oben:

Garten-HimmelBGF

Hat euch das Wetter am Wochenende auch in den Garten gelockt?

Liebe Grüße

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Kommentare:


ein fertiges Betonfundament im Garten zu haben ist ja schon was, ich kann mir die Sitzecke mit wunderschönen Ramblerrrosen gut vorstellen. Hab auch das wunderbare Wetter am WE genutzt zum Arbeiten im Garten, hat Körper und Seele sehr gut getan! Bin schon auf deine nächsten Überlegungen gespannt

lg elisabeth

redlisl  am  28. Februar 2012



Liebe Elisabeth,

leider ist das Fundament in der Mitte kaputt. Wir müssten es entweder ausbessern oder gleich richtig erneuern. Aber für eine Sitzecke ist es allemal auch so zu nutzen.

Ich bin auch gespannt ;-)

Die Idee mit den Ramblerrosen ist auf jeden Fall reizvoll.

Liebe Grüße
Petra

Petra  am  28. Februar 2012



Liebe Petra, dieses Problem mit unschönen Gartenecken kenne ich nur zu gut, wir hatten davon mehrere Ecken im Garten und aufgrund der familiären Struktur konnten wir daran auch nicht viel ändern. Uns plagten aber nicht die Brennnesseln, sondern vielmehr der Efeu, welcher sich über den Garten still und leise hermachte.
In unserem neuen zu Hause ist der Garten sehr klein, ich hoffe, hier kommt es nicht zu solchen verwahrlosten Ecken, dass wäre zu schade. Allerdings wächst auch hier Efeu.

lg kathrin

Kathrin  am  28. Februar 2012



Liebe Kathrin,

ich denke, wir konnten uns diese Ecken auch nur leisten, weil der Garten mit rd. 600 qm doch relativ groß ist.
Man kann es nicht so gut erkennen, aber rechts neben dem Fundament, wuchert der Efeu ebenfalls. Auf dem Foto mit dem Spaten ist es das Grünzeug im Hintergrund.
Dabei bini ch selber schuld, ich habe mir Efeu in den Garten geholt, wegen der Hausbegrünung. Ich bin ein Fan von grünen Wänden, schon wegen des angenehmen Klimas im Haus.

Der Efeu im hintren Gartenbereich solllte allerdings eigentlich den Zaun begrünen. Weil ich nicht aufgepasst habe, ist das allerdings völliig schief gegangen ;-)

In einem kleineren Garten ist der Efeu aber sicher auch einfacher auszumerzen, denke ich.

Liebe Grüße
Petra

Petra  am  28. Februar 2012



Spannend! Ich freu mich schon, wie das Projoekt Gartenhaus weiter geht. Vielleicht gibts auch ein paar Inspirationen für mich :D

Llewella  am  28. Februar 2012



Hallo Petra.
Wie wäre ein Eisenpavillon? Sieht romantisch aus und kann mit Rosen überwuchert werden.

Etwas praktischer ist ein geschlosener Holzpavillon. Den kann man im Winter noch “befüllen”.

Neulich habe ich einen Sitzplatz mit Stühlen aus Holzstümpfen gesehen. Sah auch nett aus und ist günstig.

Gegen eventuelle Garten-Rückenschmerzen hilft mir übrigens Yoga. Nur für den Fall der Fälle. Hab mir beim Holzhauen vor 2 Jahren meinen Rücken ordentlich lediert.

Wolfgang  am  28. Februar 2012



Liebe Petra,
inzwischen haben wir schon ein neues WE, und ich nutze die freie Zeit um dir freundliche Sonnengrüsse aus dem Fließtal zu senden.
‘Broken Window Effect’ , au weia, was erwartest du denn für Folgen, wenn du einen Teil des Gartens erst einmal sich selbst überlässt und nur vorsichtig veränderst?  Die Idee eine Sitzecke zu bauen, um dem Rücken mal Pause zu gönnen und ein paar Rückenkräftigungsübungen zu machen ist schon mal gut :-)  Und dann kannst du ja zur Straße hin ein provisorisches Rankgitter aufstellen und mit deinen Kindern einen Sichtschutz aus Kletterpflanzen bauen und einsäen . ( Und mit den Mücken leben wir seit zwanzig Jahren hier, mal sind sie zahlreicher , mal nicht) Ich erinnere mich auch gerne an die Zeit zurück als ich mit meinem kleinen Sohn in unserem Garten provisorische Teiche und dergleichen anlegte und herumwerkelte ohne mich um die ‘perfekten’ Baumarktlösungen der Nachbarn zu kümmern.
Du hast eine sehr ‘ausgefeilte’ Seite mit vielen Rubriken, die ich erst noch erforschen muss!
LG
Sisah

Sisah  am  03. März 2012



Hallo liebe Sisah,

dieser Broken Windows Effekt bedeutet ja auch, dass, wenn man irgendwo was ablegt, ganz schnell noch anderes Zeug dazukommt. Und genau das ist hinten im Garten passiert. Unbenutzte Baumaterialien, altes Teichbecken, Baumschnitt… Und das muss da jetzt halt auch alles weg.
Ja, ich lebe auch seit knapp 20 Jahren mit den Mücken, aber seit vorletztemm Jahr sind auch die ANopheles-Biester dazugekommen, wo ich von einem Stich fast ein halbes Jahr etwas habe. Wahlweise dicke entzündete Beulen, was auch nicht besser ist ;-) Nur mal kurz ohne Einsprühen hinten im Garten Kräuter holen kann ich vergessen ;-)

Viel Spaß beim Erforschen meiner Seiten :-)

Liebe Grüße und schönen Sonntagabend noch
Petra

Petra  am  04. März 2012




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