Vergissmeinnicht den Schrebergarten

Im dritten Teil unserer Garteninterview-Reihe stellt die Essener Autorin Ulrike Hartmann (Mutterschuldgefühl. Vom täglichen Anspruch immer das Beste für die Kinder zu wollen.) ihren Schrebergarten vor. Die Schrebergärten, oder auch Kleingärten stellten schon immer eine schöne Möglichkeit dar "eigenes" Grün zu haben, wenn man ansonsten zur Miete ohne Garten wohnt.

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Das erste, das an Ulrikes Garten auffällt, ist das blaue Vergissmeinnicht-Meer sowie die vielen Azaleen, die den Garten bevölkern.

Natürlich haben wir auch Ulrike wieder Frage zu ihrem Garten und ihrer Beziehung zu Pflanzen gestellt:

Wo liegt dein Garten?
Im Essener Süden. Es ist ein Schrebergarten in der Nähe des Baldeneysees.

Wie würdest du deinen Garten in drei Worten beschreiben?
Wild, natürlich, duftend.

Wann hat sich bei dir die Liebe zu Pflanzen entwickelt? Gab es ein Schlüsselerlebnis (z.B. in der Kindheit)?
Ich bin am Rande eines kleinen Waldes aufgewachsen und habe schon als Kind mit Bäumen geredet. Heute bin ich erwachsen. Ich mache das jetzt telepathisch. :-)

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Seit wann gärtnerst du?
Seit etwa drei Jahren. Ich hatte damals viel Stress, habe viel geschrieben und war immer im Kopf beschäftigt. Der Garten erdet mich. Immer. Ich brauche nur eine halbe Stunde in der Erde zu buddeln und schon weiß ich wieder, wer ich bin. Ich kann stundenlang vor mich hinprötteln und schweigen und die Pflanzen genießen. Wunderbar.

Folgt die Gestaltung deines Gartens einem bestimmten Konzept?
Ich folge nur meinem Bauchgefühl. Ich setze gern Pflanzen zusammen, deren Blätter und Farbtöne schöne Kontraste bilden. Ich brauche so ein gewisses Zusammenspiel von Formen. Dann geht es mir gut.

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Gibt es Kunst in deinem Garten?
Nein, leider nicht. Ich hätte das schon gerne, aber ich glaube, die wäre schnell weg in so einem Schrebergarten.

Gärtnerst du biologisch?
Ja, unbedingt. Wenn du mit biologisch meinst, biologischer Dünger und sonst gar nichts.

So etwas in der Art meinte ich, ja. Was sind denn deine Lieblingspflanzen?
Azaleen, Sommerflieder, Wildblumen, Fingerhut, Stockrosen, Apfelbäume, Buchsbäume, Rosen…

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Azaleen, ja,, das merkt man :-) Gibt es denn Pflanzen, die trotz aller Bemühungen bei dir einfach nicht wachsen wollen?
Ich hatte bisher viel Glück. Der Garten liegt sehr sonnig.

Was möchtest du in deinem Garten unbedingt noch realisieren?
Eigentlich nichts. Ich bin eigentlich diejenige, die immer überrascht ist, was mein Garten so realisiert.

Möchtest du sonst noch etwas über deinen Garten erzählen?
Wir haben wunderbare Vogelstimmen. Durch die Nähe des Sees leben viele Tiere im Wald. Es ist ein kleines Paradies.

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Ulrike Hartmann, Magistra Artium der Germanistik, Politologie und Soziologie, studierte in Münster, Berlin und an der Sorbonne in Paris. Sie arbeitete in verschiedenen Verlagen, reiste allein mit dem Rucksack quer durch die USA und unterrichtete zwei Jahre als Interkulturelle Trainerin in Kalifornien.
Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Essen.
2010 gelangte Ulrike Hartmann mit ihrem ersten Kurzkrimi unter die besten Einsendungen zum Agatha-Christie-Krimipreis 2010. Im gleichen Jahr erschien zum ersten Mal ihr Blog “Popcorn” für Brigitte-woman.de und ihr humorvolles Sachbuch “Mutterschuldgefühl”.

www.ulrike-hartmann.com
http://blogs-woman.brigitte.de/popcorn

Porträt: © bildwerkeins.de / Paul Walther
Gartenfotos: © U. Hartmann

Ich hoffe, euch hat Ulrikes Garten genauso viel Spaß gemacht, wie mir.

Auf das nächste Garteninterview könnt ihr euch auch schon freuen, denn da geht es u.a. um Kaninchen in luftiger Höhe :-)

Liebe Grüße

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Kommentare:


Diesen Garten würde ich sofort adoptieren, der gefällt mir. :)

Andrea  am  04. Juli 2012



JA, mir auch! :-)

Eine tolle Alternative zum eigenen Garten für eine Stadtwohnung oder auch Wohnung zur Miete!

Susanne Westhoff  am  04. Juli 2012



Ein wunderschöner Garten, ist es aber beabsichtigt, dass um das Beet herum, alles etwas wilder aussieht? Oder war das nur eine kleine Momentaufnahme?

Maggie  am  13. Juli 2012



Einfach nur wunderschön! Ulrike und der Garten respektieren sich gegenseitig, das sieht man. Deshalb gefällt mir auch der Satz, dass der Garten selber realisiert, besonders gut.
Weiterhin grünen Daumen hoch!
Liebe Grüße
Kathrin

Kathrin Hentzschel  am  14. Juli 2012



Hallo Ihr Netten,

ich war im Urlaub und hatte gar nicht alle Kommentare gesehen. Ich freue mich sehr, dass euch der Garten auch gefällt.
Maggie - um das Beet herum ist es auch wilder, wenn ich den Rasen gemäht habe. :-) Ich lasse gerne hohe Gräser am Rand wachsen, vor allem, wenn zu anderen Zeiten die Beete nicht mehr so üppig bewachsen sind.

Petra, vielen Dank und liebe Grüße an alle
Ulrike

Ulrike Hartmann  am  25. August 2012




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