Roggenmischbrot

Im letzten Posting habe ich euch ausführlich (und mit Video) erklärt, wie man ganz einfach Sauerteig herstellen kann. Den benötigen wir jetzt, um ein einfaches Roggenmischbrot zu backen.

Das Rezept haben wir vor vielen Jahren von einem lieben Freund bekommen und es hat sich bei allen bewährt.

Rezept für ein 1,5-Kilo-Roggenmischbrot

350 g Roggenmehl und 300g Weizenmehl

in einer großen Schüssel vermischen.
In der Mitte der Mischung eine Kuhle machen und

eine halbe Packung Hefe

hineinbröseln.

1/2 TL Zucker

über die Hefe streuen.

Etwas warmes Wasser

dazugeben und mit ein wenig Mehl aus der Mischung bedecken. Etwa 10 min. gehen lassen, dann sollten sich Risse im Mehl gebildet haben.

5 - 6 TL Salz

und nach Belieben Kümmel oder andere Gewürze auf das Mehl streuen (Salz sollte noch nicht mit der Hefe in Berührung kommen).

300 ml Wasser

dazugeben und alles vermischen (nur mischen, nicht kneten!)

Sauerteig

ebenfalls untermischen (vorher etwas davon für das nächste Brot aufheben!).
Das Gemisch mit ein wenig Mehl überstreuen und 15 - 30 min. gehen lassen.

Anschließend den Teig in eine Brotform geben, die ihr vorher mit Backpapier ausgelegt habt. Anstelle der Brotform könnt ihr auch zwei Kastenformen benutzen oder einen Bratschlauch. Ihr könnt auch ganz klassisch einen Laib formen (Achtung, Teig klebt!) und auf ein Blech (mit Backpapier) legen. Dabei erhält man dann aber meist ein ziemlich flaches Brot.
Den Teig in der Form 1 Stunde gehen lassen - möglichst nicht länger.
Nach etwa einer Dreiviertelstunde der Geh-Zeit den Backofen auf 225°C vorheizen.
Die Backzeit beträgt 70 - 80 min.

Wichtig: Beim Backen eine Fettpfanne unten in den Ofen schieben und 2 - 3 Tassen Wasser hineingießen, so wird das Brot schön braun. Alternativ könnt ihr auch eine feuerfeste Tasse mit Wasser füllen und mit hineinstellen, ganz, wie es euch lieber ist.

Das Schöne an diesem Brot ist, dass es im Prinzip ein Grundrezept ist, das ihr in vielen verschiedenen Varianten backen könnt:

  • mit Nüssen
  • mit Röstzwiebeln
  • mit Speck
  • mit Oliven
  • mit Sonnenblumenkernen
  • mit Leinsamen
  • mit Kräutern
  • mit Rosinen

Ich bin sicher, euch fallen noch viele andere Zutaten ein! Je nachdem, wie groß die Menge der beigemischten Zutaten ist, empfiehlt es sich, ein wenig vom Weizenmehl wegzulassen (nicht ganz die Menge der Nüsse o.ä., die ihr dazutut).

Hier könnt ihr euch nochmal im Video anschauen, wie ich das beschriebene Roggenmischbrot backe:

 

Und nun bleibt mir nur noch, euch viel Erfolg und guten Appetit zu wünschen!

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Kommentare:


Und gerade heute habe ich von einer lieben Bekannten erfahren, was sie zu eben so einem Brot am liebsten isst: Tomate und Mozzarella, dazu etwas Olivenöl und natürlich selbst gezogene Kräuter dazu.
Ich persönlich esse für mein Leben gern selbst gebackenes Brot. Das Problem ist dabei immer nur, dass man selten aufhören kann, so dass man immer viel zu viel von den leckeren Scheiben ist,.

Horst "Gartenmöbel" Holz  am  08. März 2010



Ich find Schinken-Zwiebelbrot super.
Auch gut ist ein Gewürzbrot mit Anis und Fenchel.

Super Video.

danke und Gruß

Stefan  am  14. Oktober 2011



In den letzten Wochen habe ich schon mehrmals Sauerteig nach dem vorgegeben Rezept hergestellt und auch Brot gebacken.
Der Sauerteig ist mir dank der exzellenten Anleitung gut gelungen. Mit dem Brotteig hatte ich so meine Schwierigkeiten. Ich muss erwähnen, dass meine Großmutter und auch meine Mutter früher von 10 kg Roggenmehl reines Roggenbrot in unserem mit Holz befeuerten Backofen gebacken haben. Ich habe nun versucht ähnlich wie meine Mutter vorzugehen. Als erstes habe ich die doppelte Menge Sauerteig hergestellt. Das obige Rezept habe ich abgewandelt, in dem ich 1300 gr. Roggenmehl (1150) und weniger Wasser verwendet habe. Das Mischen ist dann nicht mehr mit dem Kochlöffel möglich, jetzt ist kräftige Handarbeit erforderlich. Den Teig habe ich, wie meine Mutter, solange geknetet, bis die Finger sauber wurden. Das geht nur wenn der Teig nicht zu nass ist. Nach dem Kneten habe ich den Teig in der Küche neben der Heizung ca. 1 1/2 Stunden gehen lassen. Anschließend wurden zwei gleich große Teile auf einer bemehlten Unterlage nochmals geknetet und dann in ein mit Backpapier ausgelegtes Körbchen oder in ein Küchensieb gelegt. Nach einer weiteren Wartezeit von ca. 60-70 min habe ich das Backpapier an den vier Zipfeln gebackt und die Brotleibe auf Backbleche gesetzt. Der weitere Ablauf ist entsprechen des Rezeptes.

Hermann Dahl  am  25. Januar 2012



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