Erquickend

Freitag, 22. Februar 2008

ist so ein Autorentreffen, bei dem man bis tief in die Nacht ohne Unterbrechung dem Erfahrungsaustausch fröhnt. Gestern mussten sie uns fast aus der Luise in Dahlem rauskehren, weil wir nach ein Uhr die letzten Gäste waren.
Ein sehr inspirierendes Treffen war das, von dem ich nicht nur mitgenommen habe, was ich schon lange vermute (nämlich dass Autoren nie was zu sagen haben, egal welche Größe der Verlag hat). Mir wurde auch unverbesserlicher Optimismus bescheinigt ;-) In einer Phase, in der ich (wetterbedingt oder warum auch immer) zu pessimistischer Weltsicht neige, was sonst gar nicht meine Art ist, ein durchaus aufmunterndes Statement :-)

Dann werde ich mal optimistisch an meine Arbeit gehen.

Es will Frühling werden

Mittwoch, 20. Februar 2008

Zumindest habe ich das beschlossen :-) Habe also mein Dauerschwarz mit einer neuen pinkfarbenen Jacke aufgepeppt und bin am Vormittag zu einem Autorenvorstellungsgespräch für ein neues Magazin gefahren, das eigentlich eher die Ökoschiene fährt, aber ich dachte mir, wer sich von so etwas abschrecken lässt, mit dem könnte ich vermutlich auch nicht zusammenarbeiten. Was ich trage, denke und welche Meinung ich habe ist schließlich ganz allein mein Ding - und zwar in allen Lebenslagen.
Natürlich habe ich mir vollkommen umsonst Gedanken gemacht. Offenbar wussten die Herrschaften schon vorher, weshalb sie mit mir zusammenarbeiten wollen, und ich hatte ein äußerst kurzweiliges Gespräch mit einem sehr netten Chefredakteur.

Dieser Teil des Tages war also wirklich angenehm. Ab Mittag hätte ich dann wieder zum leidenschaftlichen Misantrophen werden können. Ich sage nur: Schule.

Aber ich lasse mir meine Frühlingslaune nciht vermiesen, ich lasse mir meine Frühlingslaune nicht vermiesen, ich lasse mir…
Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm…

:-)

Praktisch

Dienstag, 12. Februar 2008

Einfach zum Arzt gehen, und gesund werden, ohne dass er was verschreibt :-)

Es muss mir schon schlecht gehen, bevor ich zum Arzt gehe (nicht ohne Grund war ich sechs Jahre nicht mehr dort).

Ich hab dem armen Mann dann eine Liste von mehr oder weniger seltsamen Symptomen entrollt (eine komplette DIN A 5 Seite *g*), die sich in den letzten Jahren so angesammelt haben. Einige habe ich dann gar nicht aufgezählt, weil ich das Gefühl hatte, es reicht auch so ;-)

Ich bin ja davon ausgegangen, dass es am Stress liegt, dass ich ekelhafte Extrasystolen habe und unter Drehschwindel (lustig, ich habe eben Drehschweindel geschrieben, auch nett) leide. Und zum Teil mag das auch stimmen. Wobei der Schwindel vermutlich von der Halswirbelsäule kommt, und so blöd, wie ich hier immer an meinem seltsamen Arbeitsplatz hocke, würde mich das auch nciht wundern. Mein Wille, mich endlich in einem Fitnessstudio anzumelden, war eh da, und der Arzt ha mir auch zugeraten. Dann werde ich das mal in Angriff nehmen, und zwar nicht nur zur Therapierung meiner HWS, sondern generell als Beitrag zur vielbeschworenen Work-Life-Balance. In letzter zeit war das einfach alles ein bisschen viel, und Warnsignale des Körpers sollte man ernst nehmen, bevor man tatsächlich ein bisschen tiefer gelegt wird.

So kam zwar gerade wieder ein Auftrag dazu, dafür hat sich aber ein anderer - ohne mien Zutun - auch wieder verschoben. Eine neverendig Story, wie es scheint, die Rahmenbedingungen werden dabei immer schlechter, und wenn es mir nicht so am Herzen läge, hätte ich das Projekt längst begraben und statt dessen mit etwas Frischem einen Neustart auf anderem Niveau beginnen. Ich muss da nochmal drüber schlafen.

However, mein Arbeitspensum hat sich damit entzerrt, ich habe wieder Luft zum Atmen, und zum ersten Mal seit Wochen, war mir nicht schwindelig.

Gestern Abend, Berlinale.
Nun weiß ich, dass ich meinen Wunderpömps aus Frankreich (die mit den 12cm-Absätzen) sogar rennen kann, ohne Probleme zu bekommen. Wir wollten uns "Leo" anschauen, im Cubix. Ein schwedischer Film mit englischen Untertiteln. Die Karten hatten wir schon im Internet gekauft; ich musste sie nur noch abholen. Nach unterwegsem Autowechsel (mit der alten Schleuder darf ich ja nicht mehr in die Stadt, wegen der so super durchdachten Umweltzone *stöhn*) bin ich zum Potsdamer Platz gefahren, Parkplatz bekommen (insgesamt drei an diesem Abend, sehr cool) und bin zum Internet-Ticketcounter gewandert. Hat ja bis 20:00 Uhr auf. Dachte ich. Bis ich auf den Ausdruck schaute, auf dem der Abholcode stand: 19:30 Uhr…. Um 19:22 Uhr hatte ich geparkt…. Schneller wäre ich auch mit Turnschuhen und Düsenantrieb nicht gewesen.

"Leo" also. Sehr close Close-ups, man konnte die Bartstoppeln des Protagonisten zählen. Mit HD-Kamera gefilmt, wie der Regisseur und gleichzeitig einer der Hauptdarsteller des Films, Josef Dingenskirchen (muss ich nochmal nachschauen, Faras, glaub ich, Josef Faras, ja) hinterher verriet. Was er sonst noch sagte, klang, als hätte es kein Drehbuch gegeben. Ein anderer Darsteller witzelte: "Du hast gesagt, mach mal, und ich habe gemacht, was soll ich dazu also sagen?"

Vordergründig ist "Leo" ein Film über Rache, der Gedanke, der jedoch eigentlich dahinter steckt, war: Loyalität. Was würde passieren, wenn einem von uns die Freundin erschossen wird? Würden wir helfen, das Schwein zu beseitigen?

Ob die beiden Freunde Leo helfen, das müsst ihr euch schon selbst anschauen ;-) Ein experimenteller Film, sehr wortkarg, lange Einstellungen auf Gesichter. Ein Tipp: Setzt euch möglichst weit nach hinten, sonst wird euch spätestens bei horizonalen Kamerafahrten (wackelig!) schlecht, weil man so nah dran ist und nicht den geasmten Screen auf einmal sehen kann.

Um eins waren wir zu Hause, und auf der Rückfahrt konnte ich noch eine interessante Beobachtung machen, unsere Freunde und Helfer betreffend: Die Autobahn war leer. Plötzlich im Rückspiegel eine Scheinwerferschwemme, die sich als 13 Mannschaftswagen der Grünlichen entpuppte. Die heizten fröhlich, ohne im Einsatz zu sein, mit 90 dort entlang, wo 60 km/h vorgeschrieben waren. Wie erwartet, fuhren sie zur Polizeikaserne raus. Es haben nicht alle 13 Wagen bei grün über die Ampel geschafft, aber macht ja nix, wenn es knallrot ist (schon zwei Wagen vorher), macht man für drei Sekunden das Blaulicht an und fährt einfach drüber. Schließlich ist Feierabend, wo kämen wir denn da hin, sich von einer roten Ampel davon abhalten zu lassen?
Klar, ich finde es auch albern, nachts an einer roten Ampel herumzustehen, in einer Gegend, in der sich Wildschwein und Igel "Gute Nacht" sagen, aber führe ich dort um die Ecke, würde ich vermutlich verhaftet ;-)

Dream-FSK

Mittwoch, 06. Februar 2008

Wir unterhalten uns über Albträume. Auch darüber, dass die viel schlimmer sind, als schreckliche Filme.
Darauf mein Zwölfjähriger:

"Dieser Traum ist für Kinder unter 16 Jahren nicht geeignet!"

Netzfundstück Krimi (Schweden)

Sonntag, 27. Januar 2008

Es ist schon eine Weile her (der Beitrag ist vom August letzten Jahres), aber ich bin eben darüber gestolpert und möchte euch den Artikel über das Hauen und Stechen schwedischer Krimiautoren nicht vorenthalten:

-> Krimikrieg in Schweden

Ich halte nicht viel davon, wenn Kollegen sich gegenseitig zerfleischen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, und ebenso wie jedes Genre seine Daseinsberechtigung hat, so hat es auch jeder Stil.
Wer so viele Leser hat, wie die genannten Autoren, der kommt beim Publikum offenbar an - egal was es an dem jeweiligen Autor auch immer finden mag.
Wenn die Bücher handwerklich vollkommen unbrauchbar wären, hätten sich auch keine Leser gefunden.
Also: Ein wenig mehr Contenance, meine Damen und Herren! ;-)

Berlin-Krimi total: Petra A. Bauer und Horst Bosetzky bei ‘Koschwitz am Morgen’

Freitag, 18. Januar 2008

Fünf Uhr dreißig: Der Wecker teilt mir gnadenlos mit, dass ich doch bitte die Hufe aus dem Bett zu schwingen habe, wolle ich nicht Gefahr laufen, im Berliner Berufsverkehr stecken zu bleiben und das Radiointerview beim Berliner Rundfunk zu verpassen. Siehe -> Stoppok: "Von dreißig Radiointerviews hast du zwanzig schon verpennt, und wunderst dich noch immer, dass dich kaum ne Sau hier kennt." (Aus dem Song: Na schön) *ggg*

Sieben Uhr zwanzig: Ich befinde mich mutterseelenallein im riesigen Parkhaus von "das Schloss", der Shoppingmall in Steglitz. Erwartet werde ich um sieben Uhr fünfzig …

Sieben Uhr vierzig: Ich begebe mich zum Aufzug:

Alles schön golden, so wie es sich für ein anständiges Schloss gehört ;-)
Der Berliner Rundfunk (auch rs2, KISS FM, etc.) ist im fünften Stock untergebracht.

Sieben Uhr zweiundvierzig: Ich stehe in der Medienetage:

Sieben Uhr dreiundvierzig: Ich bin drin.
Ich darf mir was zum Frühstück nehmen (zu Hause war es dafür viel zu früh), ich plausche mit den Rundfunkleuten und Praktikanten. Horst Bosetzky taucht auf, Thomas Koschwitz begrüßt uns. Es wird acht, es wird nach acht, aber endlich gehen wir ins Studio und Thomas Koschwitz gibt uns die Kopfhörer:

Acht Uhr sieben: Noch zwanzig Sekunden, dann sind wir auf Sendung.

Zwischendurch schau ich mich mal um:

Und noch ein Foto von Horst Bosetzky, dann sind wir schon wieder auf Sendung:

Acht Uhr fünfundzwanzig: Die Frage nach den Unterschieden in der Literatur früher und heute wird anders gestellt, als ich dachte. Es geht mehr um Inhaltliches: Ob Krimis heute gewalttätiger und blutrünstiger wären als früher, v.a. vor dem Hintergrund der steigenden Jugendgewalt. Da denke ich, dass es letztlich Geschmackssache ist. Sicher gibt es Autoren, bei denen mehr Gewalt vorkommt; andere interessiert das Psychogramm des Täters viel mehr. Es gibt viele Varianten.
Als die Frage angekündigt wurde, hatte ich vermutet, dass sie mehr auf generellen Unterschiede der Literatur und der Literaturszene damals und heute abzielt. Und da hat sich sicher vieles verändert, schon allein durch das Internet, das eine stärkere Vernetzung ermöglicht oder sogar erfordert, weil es ja auch die Konkurrenz vergrößert hat. Und dabei wollte ich eigentlich elegant auf die -> Berliner Sektion der Mörderischen Schwestern hinweisen. Schließlich hat mir eine von ihnen (huhu, Sybil Volks!) diesen Termin verschafft.
Naja, denke ich, das krieg ich im nächsten Abschnitt noch unter. Allerdings wusste ich nicht, dass unser Teil nicht bis neun Uhr, sondern bis acht Uhr dreißig geht… Schwupps, sind wir fertig. Auch für die Frage, wie man Jugendliche in dieser Zeit noch zum Lesen bringen kann, bleibt keine Zeit.
Draußen wartet schon einer der beiden nächsten Interviewkandidaten:

Na, erkannt? Horst Bosetzky begrüßt ihn mit den Worten: "Vielen Dank für die Sozialisation unserer Kinder!"
Ich kann mich dem anschließen, denn seine Stimme höre ich mindestens viermal (eher sechsmal) im Jahr mit "Wie schön, dass du geboren bist" und dann zu Weihnachten mit der "Winterkinder-CD" von der beim Plätzchenbacken natürlich "In der Weihnachtsbäckerei" läuft :-) Genau: Es ist natürlich Rolf Zuckowski! Und er hat seine Tochter Anuschka mitgebracht:

Es folgt eine nette Unterhaltung, Networking inbegriffen, aber nicht zu vergessen das Foto, das von jedem Interviewgast bei 'Koschwitz am Morgen gemacht wird, und das -> auf seiner Seite beim Berliner Rundfunk verewigt wird.

Und wenn ich den Mitschnitt habe, kann ich noch ein paar inhaltliche Worte verlieren. Ich konnte mir nämlich nicht wirklich viel merken ;-)

Ich danke allen Zuhörern, auch denen, die es zufällig gehört haben. Ich hab direkt danach ne SMS bekommen ;-)


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Buchveröffentlichungen der Berliner Autorin Petra A. Bauer

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