Träume vom Landleben

Montag, 23. Juli 2012

Ich bin ein Stadtkind mit Landsehnsucht. Dadurch dass wir am Stadtrand wohnen und einen großen Garten unser Eigen nennen, kann ich durchaus immer ein bisschen so tun, als lebte ich auf dem Land. Aber zu einer perfekten Landidylle gehören für mich auch Tiere. Freilaufende Hühner zum Beispiel.

Grafik

Jetzt stellt euch aber mal vor, so ein Gockel kräht morgens um fünf Uhr unsere ganze Siedlung zusammen ... Ich kann mir jetzt schon denken wie viel Spaß unsere Nachbarschaft damit hätte, wo doch hier schon Frösche erschlagen wurden, weil sie es wagten zu quaken :-(

Grafik

Eine Nachbarin hatte es schon ausprobiert, und ihre Nachbarn waren in der Tat not amused. Am anderen Ende der Siedlung existiert ein großes Hühnergehege. Freilaufend geht nicht, weil Hühner auf der Straße hier auch zu ziemlicher Aufregung (und totem Federvieh) führen würden. Aber dieses Gehege ist recht groß und auch nach oben geschlossen, wegen der anderen Tiere, die hier so unterwegs sind. Wenn ich mich recht erinnere, hatte diese Familie jedoch von Anfang an auf einen Hahn verzichtet. Das Gegacker der Damen ist auch für empfindliche Ohren durchaus erträglich.

Grafik

Aber der eigentliche Grund, weshalb wir weder Hühner, Laufenten, Schafe *g* noch meine absoluten Favourites, die Minischweinchen, im Garten halten, ist die Betreuungsfrage. Wir sind aus diversen Gründen zu sehr unregelmäßigen Zeiten unterwegs und da können wir die Tiere ja schlecht sich selbst überlassen. Monsieur Katz ist dabei die rühmliche Ausnahme, weil er niemandem wirklich gehört (genaugenommen streiten die eigentlichen Besitzer ab, dass er ihnen gehört ^^), und immer dort herumlungert, wo er gerade Lust hat und / oder sein Fressen bekommt. Mal kommt er wochenlang nicht vorbei, mal weicht er tagelang nicht von unserer Seite. Dafür kann ich mich noch gut an die Schwierigkeiten erinnern, die wir allein bei der Betreuung unserer Meerschweinchen hatten. Verwandtschaft ist weggestorben / weggezogen und war ohnehin nicht tieraffin. Dass unsere Nachbarschaft nicht gerade der Hit ist, hatte ich ja schon öfter erwähnt. Und Freunde damit zu belasten, täglich hier rauszufahren, das geht auch einfach nicht. Sie würden es vermutlich sogar tun, aber ich hätte immer das Gefühl, dass sie (heimlich) darüber fluchen, wieso man sich Tiere anschafft, wenn man andauernd on the road ist. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich ja alles mal. Man weiß nie, wie es kommt.

Bis dahin werde ich wohl weiterhin bei fremden Leuten über den Zaun schauen, bzw. in Dörfern freilaufende Tiere mit meiner Kamera abschießen und davon träumen, wie so ein Bauernhofleben wohl sein könnte ...

Und ihr so? Habt ihr Tiere im Garten oder nennt ihr gar einen kleinen Bauernhof euer Eigen? Und wie löst ihr das Tier-Betreuungsproblem?

Liebe Grüße

Grafik

# Petra A. Bauer am 23. Juli 2012 um 13:40 Uhr
Grüne GedankenTiere


Ausdruck von: http://www.bauerngartenfee.de/index.php/garten/blogging/landleben
Petra A. Bauer, Berlin - www.writingwoman.de