Terrassendach - Was muss ich beachten?

GrafikFalls ihr auch bei der Planung für die Garten-Baumaßnahmen des nächsten Jahres seid, habt ihr vielleicht auch über eine Terrassenüberdachung nachgedacht.

Eine Terrasse bietet automatisch Mehrwert, wenn sie überdacht ist. Wir waren schon sehr oft froh darüber, dass wir nicht hektisch die Kaffeetafel ins Haus räumen mussten, wenn es anfing zu regnen. Allerdings würde ich mit der Erfahrung, die ich seit Jahren mit unserer Terrassenüberdachung habe, heute einiges anders machen.

5 Tipps zur Planung eines Terrassendachs

1. Größe

Auch wenn es nach einer Binsenweisheit klingt: Ihr solltet darauf achten, euer Terrassendach für den Garten nicht zu klein zu planen. Ich nehme an, eure Terrasse ist groß genug, dass Tisch und Stühle darauf passen. Die Überdachung sollte also deutlich über die Kanten der Terrasse hinausragen. Zum einen, weil sonst die Leute, die nicht an der Hauswand, sondern an den Dachkanten sitzen, unter Umständen einen nassen Rücken bekommen, wenn der einsetzende Regen auch nur minimal schräg fällt. Zum anderen, weil gerade Holzterrassen viel schneller verrotten, wenn sie häufig dem Regen ausgesetzt sind. Ganz abgesehen davon, dass man auf glitschigem Holz ziemlich schnell ausrutschen kann. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung.

2. Material

Beim Material kommt es natürlich auch auf den Geschmack an und darauf, dass das Dach zum Stil des Hauses passt. Wir haben bei uns eine Holzkonstruktion mit Doppelstegplatten gewählt, was im Prinzip auch in Ordnung ist. Wer jedoch mehr Lichteinfall wünscht, beispielsweise, um hinter der Terrasse liegende Räume nicht dauerhaft dunkler zu machen, kann auf eine Glaseindeckung zurückgreifen. Wenn sich an der Hauswand im Terrassenbereich keine Fenster befinden, könnt ihr allerdings auch gleich eine Eindeckung aus Ziegeln oder anderem dunkleren Material wählen.

Unserer Erfahrung nach ist es auch wichtig sicherzustellen, dass die Dacheindeckung nicht rutscht. Das klingt auch völlig selbstverständlich, unsere Doppelstegplatten haben jedoch die Angewohnheit, alle paar Monate in ihren Schienen ein Stück hinunterzurutschen, so dass sie hinten nicht mehr auf dem Holzbalken an der Hauswand anliegen. Sie lassen sich auch sehr schwer dazu überreden, wieder zurückzurutschen, sodass wir ständig irgendwo einen Spalt haben, durch den es an der Hauswand hereinregnet. Alle Befestigungsmaßnahmen schlugen bisher fehl, daher seht euch vorher genau an, wie die Firma, die ihr beauftragen wollt, dieses Problem löst. Auch ist eine Dichtung zur Hauswand hin äußerst sinnvoll.

3. Regenwasserabfluss

Wir hatten uns damals für eine Dachentwässerung entschieden, sprich: Wir haben an der Längsseite, parallel zur vorderen Terrassenkante, eine schmale Regenrinne mit Regenfallrohr aus Kunstoff anbringen lassen, weil sonst bei starken Regengüssen das Wasser in einem Schwall vom Dach auf die Terrasse platschen würde. Leider tut es das bei uns trotzdem. Einmal siehe “Größe” und dann, weil am Querbalken Wein wächst (siehe Foto). Wir (bzw. die frechen Meisen und Amseln) freuen uns immer über die süßen blauen Trauben, aber wir haben nicht aufgepasst und einige Weinranken haben die Kunststoffrinne teilweise gequetscht. Außerdem liegen immer wieder Blätter in der Rinne und verstopfen den Abfluss, sodass das Wasser einfach überläuft. Wenn ihr also ebenfalls Begrünung plant, achtet auf eine größere Regenrinne aus stabilerem Material.

Aber nicht nur Regen, auch der Schnee wird eurem Terrassendach zuschaffen machen, also wählt die Dachneigung nicht zu flach, damit die Schneemassen abrutschen können und nicht das Dach zum Zusammenbrechen bringen.

4. Beschattung

Im Hochsommer kann sich der Sitzplatz unter der Überdachung so sehr aufheizen, dass man lieber in den kühlen Schatten eines Baumes flieht, als sich unter dem Terrassendach aufzuhalten. Also solltet ihr euch bezeiten auch um eine vernünftige, flexible Verschattung kümmern. Besonders gut eignen sich dazu direkt unter dem Terrassendach angebrachte Markisen.


5. Baugenehmigung

Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, hängt vor allem von zwei Faktoren ab:

  • In welchem Bundesland lebt ihr? Oft sind die Regelungen sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.
  • Wie groß wird die geplante Terrassenüberdachung?

Besser also, ihr erkundigt euch vor der Bestellung des Materials bei eurem zuständigen Bauamt, ob eine Genehmigung erforderlich ist oder nicht.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Tipps ein bisschen weiterhelfen oder euch evtl. sogar vor Fehlern bewahren. Erfahrungsgemäß ärgert man sich bei einer Fehlplanung sonst jahrelang über Unzulänglichkeiten, die nicht hätten sein müssen.

Liebe Grüße

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Kommentare:


Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für eine Alu Terrassenüberdachung entschieden! Zum einen sieht es optisch besser aus und es hält auch länger! Holz wird ja schließlich doch über die Zeit von den äußeren Einflüssen angegriffen!

Terrassenüberdachung aus Alu  am  10. April 2014




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