Gewächshaus kaufen - Was muss ich beachten?

Wenn ihr ein Gewächshaus kaufen wollt, gibt es einiges zu beachten. Die wohl wichtigste Entscheidung, die es vorab zu treffen gilt, ist die Frage, ob es ein unbeheiztes Kalthaus, ein temperiertes Gewächshaus oder ein Warmhaus werden soll, in dem ihr vielleicht Orchideen züchten möchtet. Davon hängt dann auch die Größe des Glashauses und das Material ab.

Montag, 27. August 2012

Gewächshaus kaufen

Ein eigenes Gewächshaus zu haben, ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Als ich 2005 überlegte ein Gewächshaus zu kaufen, ging es mir vor allem darum, dass ich einen Platz zur Pflanzenanzucht haben wollte, einen Ort, wo meine Tomaten nicht nass werden, achja und einigermaßen günstig sollte es sein, da ich größere Investitionen scheute. Damit fiel ein Warmhaus bzw. temperiertes Gewächshaus für mich aus, zumal dabei immer noch die laufenden Kosten für die Heizung dazu kämen.
Gewächshaus kaufen
Aber auch ein unbeheiztes Kalthaus verhilft vielen Pflanzen zu einem früheren Start, der Gemüseanbau funktioniert gut und das Häuschen ist aus unserem Garten schon lange nicht mehr wegzudenken. Es prägt den Gartenraum schon sehr deutlich, wie es da so hinter dem Teich neben der Brücke steht. Auch und gerade im Winter.

Heute würde ich mich vermutlich für ein temperiertes Gewächshaus entscheiden oder irgendwann zumindest das Kalthaus so isolieren und beheizen, dass es auch im tiefsten Winter frostfrei bleibt. Damit sind die Möglichkeiten einfach vielfältiger, und ich könnte beispielsweise auch Kübelpflanzen dort überwintern lassen. Also ist es gut, wenn ihr euch vor der Anschaffung Gedanken darüber macht, wie ihr das Kleingewächshaus denn eigentlich nutzen möchtet. Dann könnt ihr gegebenenfalls eine Weile auf eine konstenintensivere Variante sparen, die eventuell auch ein bisschen größer ausfallen darf. Denn eins kann ich euch jetzt schon verraten: So ein Gewächshaus wird schnell zu klein, egal wie große es am Anfang erscheinen mag :-)

Neben der Größe und den Nutzungswünschen ist auch die Standortwahl ein wichtiger Faktor. Das Haus wird wegen der optimalen Lichtausnutzung am besten in Ost-West-Richtung aufgestellt (Fundament nicht vergessen!). Und das auch nicht zu nah am Gartenzaun, weil es gewisse Abstandsrichtlinien einzuhalten gilt. Diese sind jedoch von Bundesland zu Baundesland verschieden, ebenso wie die Regelungen dazu, ab wann ein Gewächshaus genehmigungspflichtig ist. Darüber geben in der Regel die Landesbauordnungen Aufschluss. Die handelsüblichen Kleingewächshäuser sind jedoch meist genehmigungsfrei.

Wenn ihr alle Rahmenbedingungen geklärt habt, kann es mit der Suche nach dem geeigneten Gewächshaus endlich losgehen. Offline ist es gar nicht so einfach, da ihr auch in Gartenbaucentern oft nur Einblick in Kataloge bekommt. Online gibt es jedoch diverse Möglichkeiten sich genauer umzuschauen und vor allem in aller Ruhe (ohne andere Kundschaft im Nacken) das gewünschte Gewächshaus auszusuchen. Beispielsweise bieten die Edingershops eine Auswahl von Gewächshäusern aus unterschiedlichen Materialien in diversen Größen an.

Mein eigenes Gewächshaus habe ich in diesem Jahr ganz schön vernachlässigt. Es ist aber auch wenig sinnvoll Pflanzen vorzuziehen, wenn klar ist, dass man sich einen großen Teil des Sommers über nicht darum kümmern kann. Ich muss mir dafür unbedingt etwas Schlaues einfallen lassen, denn es ist schon schade, wenn ich das Haus nur in der zweiten Jahreshälfte vernünftig nutzen kann.

Wie ist es denn bei euch? Wollt ihr gerade ein Gewächshaus kaufen? Oder habt ihr schon eines? Wofür nutzt ihr es? Ich freue mich immer über neue Ideen dazu. Zum Beispiel kenne jemanden, dessen Schildkröten in einem solchen Gewächshaus wohnen und sich dort offensichtlich sehr wohl fühlen :-)

Liebe Grüße

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Garten-Einmaleins für Anfänger

Da steht ihr stolz in eurem ersten eigenen Garten und wollt am liebsten sofort alles voller bunter Blumen, Obst und Gemüse sehen. Wenn ihr jedoch lange Freude an eurem Garten haben wollt, solltet ihr nichts überstürzen.

Freitag, 08. Juni 2012

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten an einen Garten zu kommen: Entweder ihr habt einen alten Garten übernommen, z.B. durch Hauskauf oder Pachtung eines Schrebergartens. Dann wächst dort sicher schon etwas und ihr könnt nach und nach die Gartenbereiche verändern, wie ihr sie haben möchtet. Oder ihr habt gerade gebaut und wollt einen Garten neu anlegen. Meist lässt man sich dann erst einmal Mutterboden liefern.

Ob ihr eure Gartengestaltung voll durchplanen wollt oder eher zu den intuitiven Gärtnern gehört - es gibt bei beiden Varianten Anfängerfehler, die immer wieder gemacht werden. Man lernt sein gesamtes Gartenleben lang natürlich immer dazu, aber Try and Error im Garten ist eine langwierige Angelegenheit, da ihr bei Misserfolgen immer ein ganzes Jahr warten müsst, bis ihr einen erneuten Versuch starten könnt. Deshalb verrate ich euch

3 Dinge, die ihr nicht tun solltet, wenn ihr neu mit dem Gärtnern anfangt:

  1. Denken: Die Bodenbeschaffenheit ist unwichtig. Die Pflanzen werden schon irgendwie wachsen.
  2. Die Pflanzen einfach irgendwo hinpflanzen, wo ihr es schön findet
  3. Wässern, bis der Arzt kommt

Im Grunde haben alle drei Fehler damit zu tun, dass auf diese Weise die Bedürfnisse der Pflanzen ignoriert werden. Ein seit Jahren ausgelaugter Garten, kann irgendwann Nährstoffmangel aufweisen, ein frischer Mutterboden kann einseitig mit Nährstoffen versorgt sein. Pflanzen brauchen Stickstoff (N, fürs Wachstum), Phosphor (P, für die Blüte) und Kalium (K für die allgemeine Gesundheit) um gut zu gedeihen.

Bodenbeschaffenheit prüfen

Da wir den Gartenboden nur ansehen, riechen und fühlen können, sollte man zur Analyse der Nährstoffe eine Bodenprobe in ein Labor senden. Wenn der Boden im Garten einen sehr unterschiedlichen Eindruck macht (an einer Stelle sandig, in einer anderen Ecke lehmig), kann es auch lohnen mehrere Proben einzuschicken. Im Labor wird nicht nur nach den Nährstoffen, sondern auch nach dem ph-Wert und der Bodenschwere geschaut, die die Nährstoffaufnahme beeinflusst. Man bekommt dann eine Düngeempfehlung oder einen Hinweis darauf, ob ein zu saurer Boden evtl. Kalk benötigt.

Damit kommen wir auch schon zur Standortfrage: Einem Rhodonendron oder Heidelbeersträuchern könnt ihr mit schwachsaurem Boden einen Gefallen tun, Kräuter hingegen mögen es lieber alkalisch.

Näheres zu Bodenbeschaffenheit und Nährstoffen ist übrigens sehr schön auf dieser Seite erklärt.

Licht und Schatten

Zu den Standortfaktoren gehört jedoch nicht nur die Bodenbeschaffenheit. Eine sonnenhungrige Datura (Engelstrompete) auf einem zugigen Nordbalkon oder in der allerfinstersten gartenecke zu halten, wird sicher nur mäßigen Erfolg bringen, sowie lange, spillerige Triebe und wenige Blüten. Fuchsien leiden dagegen eher unter knalliger Sonne in windgeschützten Gartenecken, da sie schattenliebend sind. Bevor ihr also drauflospflanzt wird, solltet ihr euch im Internet oder im guuten alten Gartenbuch nach den Lichtbedürfnissen eurer Lieblingspflanzen erkundigen. Es gibt auch in Gartenzeitschriften häufig Gestaltungsvorschläge für sonnige und schattige Beete. Wenn euch solche Vorschläge begegnen, könnt ihr sie in einem Gartenordner sammeln (oder gleich digital in Evernote), dann habt ihr immer Ideen parat, wie ihr bestimmte Beete immer wieder anders bepflanzen könnt.

Wasserbedarf

Pflanzen brauchen Sonne und Wasser zum Wachsen und gedeihen - das ist eine Binsenweisheit. Die Schwierigkeit dabei ist herauszufinedn, wieviel Wasser die jeweilige Pflanze benötigt. Wichtig ist, die Pflanzen bei einer frischen Pflanzung sehr gut anzugießen. Wer allerdings nun andauerd Wasser draufkippt, muss damit rechnen, dass er die Pflanze totgießt. Wurzeln brauchen Sauerstoff, sonst beginnen sie irgendwann zu faulen. Wenn also nicht gerade Temperaturen über 30°C herrschen, bei denen man den Garten oft sogar morgens und abends wässern sollte, ist es gut, sich bei einem Gang durch den Garten davon zu überzeugen, ob es wirklich notwendig ist, schon wieder den Gartenschlauch zum Einsatz zu bringen. Wir haben hier etliche Pflanzen im Garten, die seit Jahren gut gedeihen, obwohl sie mit relativ wenig zusätzlichem Gießwasser auskommen. Da dies jedoch auch von der Bodenbeschaffenheit abhängt (sandige Bödenhalten das Wasser schlechter), müsst ihr vielleicht doch auch ausprobieren, welche Pflanzen mit euren Gießgewohnheiten am besten klarkommen.

Gerade bei bedecktem Wetter halten es einige Pflanzen (Achtung, auch hier gibt es unterschiedlichen Wasserbedarf, wobei dieser bei Containerpflanzen höher sein kann, dann aber auf guten Wasserabzug achten!) durchaus ein paar Tage ohne Wasser aus. Als Fausregel kann man sich vielleicht merken: je größer die Pflanze und je tiefer die Wurzeln reichen, umso seltener muss man gießen.  Aber in sehr heißen Sommern muss man dann auch schon mal die teifwurzelnden Straßenbäume gießen, weil der Grundwasserstand gesunken ist, und die Bäume sich ähnlich schlapp fühlen, wie die Menschen.

Gärten können sehr eigensinnig sein

Ihr werdet im Laufe der Zeit auch merken, dass man beim Gärtnern sehr viel durch Beobachten lernt. Dazu könnt ihr euch ein Gartentagebuch anlegen und dort gärtnerische Erfolge und Misserfolge eintragen, denn ich staune immer wieder, wie viel man im Laufe der Jahre wieder vergisst. Und Gärten sind doch sehr individuell. Ich versuche beispielsweise seit vielen Jahren vergeblich Stockrosen hier anzusiedeln, die sonst in jeder Mauerritze wachsen. So etwas wird euch auch immer wieder passieren, trotz Bodenanalyse und richtigem Standort. Ich hoffe, jedoch, dass ich euch für den Anfang hier ein paar hilfreiche Tipps geben konnte.

Liebe Grüße

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TV-Tipp für Samstag, 02.06.2012, NDR: Bauerngarten

TV-Tipp heute Abend 18:45 Uhr im NDR-Fernsehen: Nach alter Tradition - Der Bauerngarten

Samstag, 02. Juni 2012

Wie ein Ehepaar einen baufälligen Bauernhof mit verwildertem Garten in ein Bauerngartenparadies verwandelte, könnt ihr heute im NDR sehen.

Gartenplanung am Computer

GrafikMan kann den Garten einfach nach Lust und Laune bepflanzen, oder man kann vorab planen, wie das Endergebnis aussehen soll. Früher benötigte man dazu Stift und Papier, aber im Computerzeitalter gibt es dazu glücklicherweise virtuelle Gartenplaner.

Dienstag, 29. Mai 2012

Ich bin ja mehr so die intuitive Gärtnerin. Ich habe zwar grob im Kopf, welche unterschiedlichen Gartenbereiche ich gestalten möchte und welche Gartenelemente und Pflanzen jeweils vorkommen sollen. Aber das Feintuning geschieht oft spontan. Wer da gewissenhafter ist oder einen Garten komplett neu anlegen möchte, der sollte ruhig einmal die kostenlose 3D-Gartenplanung Virtual Garden ausprobieren.

Die Anwendung läuft mit Windowsund Mac OS, und die Installation läuft nach bekanntem Muster. Nach dem Start besteht die Möglichkeit, sich ein Anleitungsvideo anzuschauen, das ich als recht hilfreich empfand.

Das Programm ist in englischer Sprache gehalten, aber Start building your own garden sollte man noch hinkriegen. Ansonsten hilft Leo oder andere Wörterbuchprogramme Mit dem Klick auf besagtes Feld kann man loslegen und legt als erstes den Gartengrundriss fest.

Grafik

Anschließend kann man aus einem Auswahlmenü Zäune aussuchen und Bodenflächen gestalten.

Dann folgt die Kür: Wir suchen Gartenmöbel und Pflanzen aus, die einen Garten schließlich erst zu dem machen, was er ist. Durch Anklicken und Ziehen mit der Maus werden die Objekte an die gewünschte Stelle platziert. Wenn man schauen will, wie es wirkt, genügt ein Klick auf View in 3D, und schon kann man durch den virtuellen Garten spazieren. Damit kann man sich stundenlang beschäftigen, aber wegen Zeitmangel habe ich bisher nur ein bisschen herumprobiert. Im Grunde ist das eine Beschäftigung für den Winter, wenn man an die Planung für das neue Gartenjahr geht.

Die Grafik ist für verwöhnte Spieleanwender vielleicht nicht so der Burner, aber es genügt, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie der Garten einmal aussehen könnte.

Und wenn ich mal ein wenig mehr Leerlauf habe als jetzt, werde ich unseren Garten damit abbilden, damit ich euch die bestehenden und geplanten Elemente hier im Blog zeigen kann. Bis dahin bitte ich noch um etwas Geduld und bin gespannt, wann ich eure virtuellen Gartenpläne bewundern darf.

Liebe Grüße

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Vatertag

Gestern war Vatertag, und mein Liebster, der ja auch der Vater all unserer Kinder ist, durfte natürlich entscheiden was wir essen. Ihm war nach Pizza, aber wir wollten mal nicht zu unserem Stammitaliener. Und wurden angenehm überrascht.

Freitag, 18. Mai 2012

Brot-Oliven500

Jemand schlug das Vapiano am Ku’Damm (Augsburger Str.) vor, und wir dachten, ok ist zwar ein Touriladen, aber können wir ja mal probieren. Es gab einen Parkplatz direkt vor dem Haus (!), aber leider drängte genau vor uns eine Busladung Leute hinein, womit sich der Plan erledigt hatte, denn ich habe keine Lust fürs Essen anzustehen. Sowas mache ich nur in den USA ;-)

Also suchte ich über die Qype-App Italienische Restaurants in der Umgebung und fand Piazza NuovoMario in der Fasanenstraße.

PiazzaNuovoMario500

Das Restaurant, in das wir gingen, befindet sich im S-Bahnbogen, und wir bemerkten erst beim Hinausgehen, dass wir schräg gegenüber genau vor einem Restaurant gleichen Namens parkten. Es handelt sich anscheinend um eine Filiale.

Die - ausschließlich männlichen - Kellner waren äußerst nett und witzig. Als Vorspeise des Hauses bekamen wir Brot und Oliven mit der leckersten Knoblauchmarinade, die ich je irgendwo gegessen habe (siehe Foto oben). Als ich das lobend erwähnte, bot mir der Kellner sofort an, noch eine Portion zu bringen, doch ich versicherte ihm, ich hätte genug mit meiner Riesenpizza zu tun, die überall weit über den Teller bis auf die Tischdecke hing. Es handelt sich dabei übrigens um die Normalgröße. Super belegt, knuspriger Rand. Ich hatte Salami, aber K4 nahm die äußerst ansehnliche und wohlschmeckende Pizza mit Parmaschinken, Rucola und Parmesan:

Pizza-Parmesan-Rucola-Schinken500

Ich weiß nicht mehr, unter welchem Namen sie auf der Karte stand, die Kellner nannten sie jedoch scherzhaft “Pizza Hawaii” ;-)

Fazit: Obwohl dieses Restaurant offenbar auch eher von Touristen bevölkert wird, hat man nicht den Eindruck einer Massenabfertigung. Das Essen war spitze und die Bedienung durch die Bank nett. Und man kann mit EC-Karte bezahlen, was ja auch nicht überall üblich ist.

Empfehlung!

Warum ich das in diesem Blog schreibe? Mein inoffizieller Untertitel (inoffiziell deshalb, weil er noch nirgendwo steht *g*) lautet:

Gärtnern | Kochen | Backen | Kreatives

Damit ist, so hoffe ich, alles abgedeckt, was ich mir rund um ein Bauerngartenleben romantisiert vorstelle. Klar, ich habe einen Stadtgarten, aber das “Back to the roots”-Feeling inklusive Landromantik und Selbermachen, breitet sich immer mehr aus. Der Trend geht hin zu Nachhaltigkeit und Recycling, gepaart mit der Sehnsucht nach ursprünglichem Genuss. Und den hatte ich gestern eindeutig.

Und auch wenn ich dieses Brot und die Knoblauchmarinade nicht selbst gemacht habe, erinnert es mich doch daran, den nächsten Sauerteig anzusetzen und zumindest wieder mal ein Roggenmischbrot zu backen. Wobei es mich auch reizt, mal andere Brotrezepte auszuprobieren. Ich werde dann an dieser Stelle berichten. Die beiden erwähnten Rezepte sind jedenfalls bewährt, und hinter den Links verstecken sich auch Videos zum besseren Verständnis.

Frage an euch: Gibt es ein Rezept, das ich euch mal vorstellen soll? Ihr dürft euch was wünschen!

10 Gartentipps für Januar

10-gartentipps-fuer-januarGartenarbeit im Januar? Die findet zu einem großen Teil drinnen am heimischen Schreibtisch oder auf dem Sofa statt, aber einiges gibt es auch draußen im Januargarten zu tun. Hier sind zehn Tipps, womit ihr euch im Januar rund um den Garten beschäftigen könnt. Ich wünsche euch dabei viel Spaß!

Donnerstag, 19. Januar 2012

    10 Tipps für Gartenarbeit im Januar

  1. Der Garten liegt im Januar häufig unter einer dichten Schneedecke. In diesem Jahr gab es allerdings nicht mehr als ein paar Schneeflocken dann und wann, aber vielleicht kommt der Schnee ja noch. Dann bitte die Sträucher ab und zu von der Schneelast befreien, damit die Zweige nicht abbrechen oder sich auf Dauer krümmen. Sonst habt ihr nachher so eine zerknautschte Hecke wie wir ;-)
  2. Immergrüne Pflanzen gießen! Wenn ihr im Frühjahr vermeintlich erforene Pflanzen entdeckt, könnten sie auch einfach vertrocknet sein. Wintersonne und der gefrorene Boden lässt die Gewächse austrocknen, also bei längerer Trockenheit gründlich wässern! Bei Pflanzen, die im Gewächshaus überwintern, immer mal kontrollieren, ob sie weder zu feucht noch zu trocken gehalten werden. Im Gewächshaus werden Oleander, Orangenbäumchen, Palmen & Co nämlich auch gerne mal vergessen, v.a, wenn Schnee den Weg ins Glashaus erschwert.
  3. Januar im Garten - Entrümpelzeit!

  4. Wenn keine Pflanzen im Gewächshaus stehen, könnt ihr den gartenarbeitsarmen Januar dazu nutzen, das Ding mal zu entrümpeln und ggf. die Glas-/ Kunststoffwände von Algen zu befreien. 10-tipps-fuer-gartenarbeit-im-januarIch staune in jedem Jahr wieder, wie schnell sich Algen, Moos und Gerümpel im Gewächshaus vermehren. Mal eben schnell die angefangenen Düngerpackungen, benutzte Blumentöpfe, Schnüre, etc. abgestellt, und da liegt das Zeug dann ... Wenn ihr das jetzt erledigt, könnt ihr die wärmere Zeit für nettere Dinge nutzen.  Kleinere Gartengeräte könnt ihr übrigens auch mit Schnüren an den Griffen versehen und dann mit einfachen, s-förmigen Haken an die Aluminiumleisten des Kleingewächshauses hängen, so wie ich es im Bild links getan habe.
  5. Wenn ihr schon am Entrümpeln seid und nicht meterhoch Schnee liegt, könnt ihr euch auch die Kram-Ecken im Garten vornehmen. Ihr wisst schon: Äste, Altholz, kaputte Blumenkübel, defekte Gehwegplatten - alles zur Seite gelegt, um es irgendwann mal zum Müllplatz zu bringen (irgendwann ist JETZT!) oder die Äste in die Biotonne zu stecken. Die Tonne ist während des restlichen Jahr meist übervoll, doch jetzt ist sie garantiert leer, also ist genügend Platz um die grob zerkleinerten Äste aufzunehmen. Wenn ihr stattdessen den Häcksler anwerfen wollt, könnt ihr das Material auch auf den Kompost legen. Falls ihr den Kompost im Herbst nicht umgeschichtet hattet, wäre jetzt die richtige Zeit dafür (immer vorausgesetzt es liegt bei euch kein Schnee). Auch vergessenes Herbstlaub darf jetzt eurer Arbeitswut anheimfallen ;-)
  6. A propos Häcksler: Der Januar ist auch prima geeignet, um die Funktionsfähigkeit eurer Gartengeräte zu überprüfen, damit sie entweder zur Reparatur oder ersetzt werden können, bevor sie für ihren Einsatz gebraucht werden. Vielleicht gibt es für den Neukauf - z.B. für Rasenmäher oder Vertikutierer - so früh im Jahr auch noch das eine oder andere Schnäppchen aus der Vorjahreskollektion.
  7. Januar ist Planungsmonat für den Garten

  8. Draußen im Garten ist es zu ungemütlich? Setzt euch einfach mit einem Tässchen Tee an den Küchentisch und wälzt Saatgutkataloge oder lasst euch im Internet von neuen Obst- und Gemüsesorten, Blumen und Gehölzen inspirieren. Mit dem Bestellklick solltet ihr aber noch ein bisschen warten, nämlich im Idealfall bis ihr denTipp
  9. von meiner Liste umgesetzt habt. Wenn euch nämlich langsam klar wird, was ihr im neuen Gartenjahr alles wachsen haben möchtet, wird es Zeit einen Gartenplan zu erstellen. Vielleicht habt ihr ja einige größere Änderungen vor? Einen neuen Gartenweg vielleicht? Dann zeichnet den Verlauf dieses großen Gestaltungelements zuerst in eure Gartenskizze ein. Anschließend könnt ihr überlegen, wo Blumen, Obst, Gemüse, Kräuter wachsen sollen und ob ihr eine Rasenfläche braucht. Soll im Prinzip alles beim Alten bleiben, weil eure Gartenstruktur schon lange gefestigt ist, ist es trotzdem sinnvoll zumindest die Beete zu planen und dabei Farbspiel, Blütezeiten und Fruchtfolge zu berücksichtigen. Ist diese Arbeit getan, könnt ihr ruhigen Gewissens eure Bestellungen aufgeben (und eins ist klar: Am Ende werdet ihr wieder zu viel Saatgut haben, wie immer ...)
  10. Vorbereitung auf die Aussaatzeit

  11. Das ältere Saatgut solltet ihr euch jetzt auch vornehmen. Samentütchen mit abgelaufenem Verfallsdatum könnt ihr entweder direkt entsorgen, oder eine Keimprobe machen. Dazu einige Samen in einer flachen Schale auf angefeuchtetem Küchenkrepp ausstreuen, Klarsichtfolie über die Schale spannen, mit einem Blatt Papier abdunkeln und den so präparierten Napf auf die warme Fensterbank stellen. Ihr müsst darauf achten, dass die “Versuchsanordnung” feucht genug bleibt. Nach einigen Tagen sollten die Samen anfangen zu keimen - oder eben auch nicht. Prima, wenn fast alle aufgehen. Sind es nur wenige, so sät man sie einfach dichter aus, wenn es Zeit dafür ist. Aber wenn gar nichts keimt, dann wird das auch im Garten nicht passieren und das Saatgut kann weg.
  12. Den fertigen Plan könnt ihr auch in ein Gartentagebuch integrieren. Das Tagebuch kann aus einer Loseblattsammlung in einem Schnellhefter bestehen; viel hübscher ist es jedoch, wenn ihr ein Notizbuch (mit oder ohne Kalendarium) gestaltet. Pläne, Skizzen, Zeichnungen, notierte Ideen, eingeklebte Samentütchen, Fotos, Ausrisse aus Gartenzeitschriften, gepresste Blumen, Stempelbuchstaben, aufgeschriebene Gartenbeobachtungen über Pflanzen und Tiere - am Ende habt ihr ein liebevoll gestaltetes Garten-Scrapbook.
  13. Damit ihr über der Gestaltung eures Gartentagebuchs den Frühling nicht verpasst, Könnt ihr schon mal damit anfangen, Toilettenpapierrollen, halbierte Milchkartons, Plastikschalen, etc. zu sammeln. Das ergibt alles prima Gefäße für die Aussaat. Wie das funktioniert, erkläre ich euch hier (auch mit Fotos und Video):

Aussaat auf der Fensterbank mit alternativen Anzuchttöpfen

Bonustipp

  • Bevor ihr alte Klamotten in die Kleidersammlung gebt, schaut sie doch mal durch, ob sie noch für die Gartenarbeit taugen. Gegebenenfalls könnt ihr sie mit Applikationen aufpeppen, oder mit Stoffschlaufen und zusätzlich aufgenähten Taschen (aus anderen alten Sachen oder bunten Stoffresten) für kleine Gartenutensilien versehen.

Ich hoffe, meine 10 Tipps für den Garten im Januar (naja, elf, um genau zu sein *g*) haben euch Lust auf das neue Gartenjahr gemacht.
Viel Spaß beim Umsetzen wünscht euch

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