Erste Aussaat 2010

Im vorangegangenen Posting hatte ich mich über die Notwendigkeit einer Saatgutbestandsaufnahme ausgelassen, bevor ich wieder dem Charme der Gartenkataloge erliege.

Freitag, 05. Februar 2010

Was soll ich sagen? Ich habe exakt 70 (!) Samentüten gefunden. Und ich fürchte, ich habe irgendwo anders noch welche…

Ich habe sie grob nach Alter und Art sortiert:

In der linken Reihe sind alle Samen versammelt, die lt. Hersteller bis 2010 bzw. 2012 keimfähig sind. In der rechten Reihe alles Saatgut, bei dem die Keimgarantie bis 2009 bestand.
Links an den Rand geklemmt ältere Blumensamen, rechts am Rand ältere Gemüsesamen. Ausprobieren kann ich es ja; schlimmstenfalls keimen sie eben nicht.

Einige Samen werde ich natürlich trotzdem nachkaufen, z.B. Zuckermais und Erbsen. Aber mit dem vorhandenen Fundus sollte ich jetzt erst einmal arbeiten. Ich muss wirklich nicht alles doppelt und dreifach kaufen.

Außerdem möchte ich - wenn ich denn neues Saatgut kaufe - weg von dem Zeug, das die großen Firmen produzieren und das man an jeder Ecke bekommt.
Alte Sorten, von denen ich selbst Samen gewinnen kann, sind das langfristige Ziel.

Und weil ich jetzt wirklich kribbelig geworden bin, habe ich heute wenigstens ein paar Zwiebelsamen ausgesät. Nachdem ich von verschiedenen Seiten hörte, dass die Biester wirklich ziemlich lange brauchen um später als Saatzwiebeln zu taugen, habe ich dafür wenigstens eine Legitimation ;-)

Praktisch dafür Quarkbecher, mit Abzugslöchern versehen. Deckel drunter, gegen Überschwemmung, Deckel drauf für die zur Keimung erforderliche “gespannte Luft” und ab damit auf die Fußbodenheizung.

Ich erkläre somit meine Gartensaison 2010 für eröffnet!

Ich hau mir auf die Finger

Die Tage werden länger, und ich werde "gartennervös". Am liebsten würde ich schon mit der Aussaat beginnen, doch die Erfahrung des letzten Jahres zeigte, dass ich mir damit lieber noch ein wenig Zeit lassen sollte. Aber ich könnte ja schon mal Samen kaufen ... STOP!

Freitag, 05. Februar 2010

In jedem Jahr kaufe ich neue Blumen- und Gemüsesamen, die ich nie im Leben aufbrauchen kann. Die meisten keimen auch noch nach ein, zwei Jahren ziemlich zuverlässig, und ich gelobe erst Bestandsaufnahme zu machen, bevor ich mich auf Saatkataloge oder “gefährliche” Seiten im Internet stürze.

Ich hatte mir ohnehin vorgenommen ein “Saat-Archiv” anzulegen, in dem ich das Saatgut nach Familien sortiere, ähnlich wie in einem Karteikasten. Heute scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, damit anzufangen. Erst einmal meine verschiedenen “Hamsterplätze” aufsuchen und alle Samentüten auf einem Haufen versammeln, dann ordnen.

Wer macht mit bei der Bestandsaufnahme? Ich bin doch wohl nicht die einzige “Hamsterbacke”, was Blumen- und Gemüsesamen angeht?

Oder habt ihr das gar schon erledigt? Was wird es also in diesem Jahr in eurem Garten geben?

Oops, da ist was schief gegangen ;-)

Tja, da habe ich wohl eine Aussaatschale zu feucht gehalten... Lupinen sollten in den Klorollentöpfen keimen, statt dessen habe ich offenbar eine Pilzzucht gestartet *g*

Mittwoch, 25. März 2009

Aber mal ehrlich - sehen diese filigranen Fallschirmchen nicht irgendwie auch schön aus?

Ansonsten habe ich heute morgen ein paar Zwiebeln in Anzuchttöpfe gesetzt. Diese habe ich jedoch ins Gewächshaus gestellt, da mir erstens hier drin langsam der Platz ausgeht, und Zwiebeln zweitens kühlere Temperaturen aushalten. Ich habe vorgekeimte Exemplare genommen und warte erst einmal ab, zumal ich die Beete noch vorbereiten muss, und dazu komme ich nicht vor nächster Woche.

Leider wird es wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ich wieder so im Garten sitzen kann, wie auf dem Foto, das ich gestern geposted hatte. Heute Nacht sanken die Temperaturen am Berliner Nordrand auf minus sechs Grad.
Nicht nur die Autoscheiben waren zugefroren - ich wäre auch beinahe auf der Brücke ausgerutscht, die unseren Bach überspannt. Zum Glück gibt es dort ein Geländer, an dem ich mich festklammern konnte, um unbeschadet hinüberzugelangen.

Die Eiskristalle, die auf dem Holz der Brücke in der Morgensonne schimmerten, sahen wirklich wunderschön aus, aber trotz allem reicht es mir jetzt mit dem Winter. Das Aprilwetter war gestern schon da, nun darf der Frühling sich bitte mal darauf einstellen, sein blaues Band um unseren Garten zu wickeln.

Mitbringsel aus USA

Mein Liebster war gerade in New Jersey und hat mir Saatgut mitgebracht:

Sonntag, 22. März 2009

So werde ich also Riesensonnenblumen und die leckeren Cantaloupe-Melonen ausprobieren, in der Hoffnung, dass sie in diesem Garten etwas werden:

Besonders gefreut habe ich mich jedoch über diese Kalebassen:

Auf der Packung werden sie zum Basteln, speziell für Vogelhäuser empfohlen. Ich finde die Idee witzig und hoffe, dass der Anbau gelingt. Dann hab ich mit den Kindern schon eine Beschäftigung für den Herbst ;-)

Geheimer Startschuss

Hören konnte man ihn nicht, den Schuss. Doch es lag ein Kribbeln in der Luft: In der nördlichen Hemisphäre greift gerade der Aussaat-Virus um sich.

Mittwoch, 11. März 2009

Auch wenn ich es schrecklich gerne täte - ich kann nicht jeden Tag ein neues Video produzieren und hochladen. So begnüge ich mich heute damit, über den Tellerrand zu spähen und zu schauen, was denn auf der restlichen Nordhalbkugel so auf den Fensterbänken sprießt.

Mein Fensterbrett platzt schon aus allen Nähten. Tomaten, Kapuzinerkresse, Lupinen, Mais, Tagetes drängeln sich zwischen den Zimmerpflanzen und Kakteen. Ich werde wohl demnächst in die Kinderzimmer ausweichen müssen ;-)

Der Kürbissämling sieht auch schon vielversprechend aus:

Und? Was tut sich auf eurem Fensterbrett? Habt ihr schon Pläne für das Gartenjahr oder lasst ihr euch spontan vom bunten Saatgutangebot inspirieren? Ich bin gespannt!

 

Aussaat auf der Fensterbank

Der lange Winter nervt, und die Sehnsucht nach frischem Grün fürs Auge treibt so manchen Hobbygärtner in die Gartencenter, wo bunte Samentüten in die Einkaufswagen wandern, Torfquelltöpfe, sowie das eine oder andere Minigewächshaus für die Fensterbank. Diese Ausrüstung kann man gut benutzen, wenn nur wenige Sommerblumen für den Balkonkasten vorgezogen werden sollen. Doch es geht auch ressourcenschonender und preiswerter, vor allem, wenn die Planung vorsieht, einen ganzen Garten oder Hinterhof mit Gemüse und Blumen zu bestücken. Wie das funktioniert, erkläre ich in meinem Video „Alternative Anzuchttöpfe“:

Sonntag, 08. März 2009

Aussaat in Saatschalen

Dafür eignen sich im Grunde alle flachen Plastikbehälter, die keine Löcher im Boden haben. Ich habe seit Beginn der Aussaatphase jeden eckigen Quarkbecher, GemüsePlastikschalen aus dem Supermarkt, abgeschnittene Unterteile von Tetrapacks, etc. gründlich ausgewaschen und als Kiste für die Anzuchttöpfe benutzt, ebenso eckige Tupperware. Ich benutze nur eckige Gefäße, weil sie platzsparender unterzubringen sind.

Vielen Menschen genügt es auch, die Samen direkt in die Aussaatschalen zu säen und sie nach der Keimung in Anzuchttöpfe pikieren. Ich neige jedoch dazu, die zarten Keimlinge und Würzelchen beim Pikieren versehentlich umzubringen, und so säe ich direkt in die Töpfchen und stelle sie in die Saatschalen.

Torfquelltöpfe oder Jiffy Pots

Auch ich habe wider besseren Wissens kürzlich eine Packung Torfquelltöpfe erstanden. Man muss die Tabletten in Wasser einweichen, sie quellen innerhalb weniger Minuten auf und sind bereit für die Aussaat. Allerdings habe ich viel vor in diesem Jahr und eine fünfzig-Stück-Packung kostete mehr als 5,- Euro. Bei vielen Pflanzen kann sich das schnell zum echten Kostenfaktor entwickeln. Außerdem regte sich mein grünes Gewissen, denn mit der Nachfrage nach Torf beschleunigt man den Abbau der Moore, und das möchte ich wirklich nicht unterstützen. Deshalb lasse ich auch die Jiffy-Pots im Ladenregal stehen, gepresste Torftöpfe, die man mit Aussaaterde füllen kann.

Alternativen

Ich habe Kerne von Toilettenpapierrollen in zwei Hälften geschnitten, diese aufrecht in die Saatschalen gestellt, mit Aussaaterde befüllt und die Samen hineingesteckt. Die Papp-Abschnitte sind unten offen, und das ist ganz praktisch, weil die Wurzeln beim Umtopfen in größere Gefäße ungehindert nach unten durchwachsen können. Als mir die
Klorollen ausgingen, habe ich kleine Töpfe aus Zeitungspapier gebastelt. Das geht schnell und unkompliziert, wie im Video und auf den folgenden Fotos zu sehen ist:

           

Nach der Aussaat

Die Töpfe werden nun in den Saatschalen gut gewässert. Auch die Pappe, bzw. das Papier sollte gut durchfeuchtet sein. Anschließend das überschüssige Wasser abgießen und die Schale in einen Gefrier- oder Frühstücksbeutel stecken, verschließen und BESCHRIFTEN, denn für die Pflanzung, v.a. von Gemüse, sollten wir schon genau wissen, was da wächst, denn es gibt ja Pflanzen, die sich miteinander gar nicht vertragen.  Nun das gesamte „Paket“ möglichst an einen warmen Ort stellen, denn Wärme beschleunigt die Keimung, und wir sind ja alle ungeduldig.

Kontrolle

Die Saatschalen bitte jeden Tag kontrollieren, und die Tüte entfernen, sobald sich die ersten Keimlinge zeigen (die Tüten kann man gut trocknen und für die nächsten Aussaaten benutzen). Das kann sehr schnell gehen – mein erster Kürbiskeimling war innerhalb von drei Tagen so weit. Ließe man die Tüte drum, würde der Keimling irgendwann faulen. Ich stelle die Schalen also ans Fenster, möglichst hell, damit die Minipflänzchen nicht vergeilen, also nicht bleich, spillerig und dürr werden. Wichtig ist nun, darauf zu achten, dass die Töpfe nicht
austrocknen und schön gleichmäßig feucht bleiben. Aber auch jetzt bitte kein Fußbad einfüllen, das mögen die Wurzeln nicht.

Im Video oben oder auf meinem youtube-Kanal ist alles noch einmal genau zu sehen.

Auf einen Blick

Was benötige ich für die Aussaat?

-    eckige Plastikschalen (Tupperware, Quarkbecher, Gemüseschalen, etc.)
-    halbierte Toilettenpapierrollen oder eine Tageszeitung und Tesafilm
-    Gefrierbeutel und / oder Frühstücksbeutel aus Plastik
-    Papier, Label oder Pflanzenstecker zum Beschriften (Pflanze und Ausaatdatum)

Alles, was ihr sonst noch für die Aussaat brauchen könnt*

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