Buchs-Hecke schneiden mit der Akku-Strauchschere

In einen Bauerngarten gehören Buchshecken. Finde ich. Vor rund 10 Jahren habe ich diverse Stecklinge in etwas Heckenähnliches verwandelt und es mühsam mit der Gartenschere zurechtgestutzt. Zum Beispiel ein Buchs-Oval im Vorgarten.

Sonntag, 25. April 2010

In den letzten beiden Jahren wucherte allerdings alles wild vor sich hin. Ihr wisst ja: Viel Arbeit und mein Rücken - ein echter Dauerbrenner. Im gesamten Garten “brennt” es an allen Ecken und Enden. Das Buchsoval im Vorgarten sah aus wie explodiert, und der Giersch vom Nachbargrundstück hat auch schon weite Teile des Vorgartens befallen. Dagegen wollte ich in diesem Jahr etwas unternehmen.

Da kam es gerade recht, dass die Firma Bosch mir zwei Testgeräte schickte: Die Akku-Strauch- und Grasschere Isio, sowie die das Bosch ASB 10,8 LI Set, eine ebenfalls kabellose Heckenschere.

Mit der Isio-Strauchschere bin ich gleich mal dem Buchs-Oval zu Leibe gerückt. Ausgepackt und losgelegt, ohne die Bedienungsanleitung zu lesen. Früher war ich eine akribische Anleitungsleserin, aber mein Liebster - vom Stamme “Try and Error” - hat in all den Jahren wohl auch in dieser Hinsicht auf mich abgefärbt ;-)

So konnte ich jedoch gleich testen, ob das Gerät selbsterklärend ist. Ganz offensichtlich ist es das, auch wenn ich anfangs dachte, ich müsste den Entriegelungsknopf - ähnlich wie bei meinem Rasenmäher - während der gesamten Zeit gedrückt halten. Aber ich habe dann doch noch bemerkt, dass es anders ist. Schaut doch selbst:

Die Strauchschere ist angenehm leise (auch wenn das im Video viel schlimmer klingt) und leicht. Beim Dauerbetrieb (ich habe für das Beschneiden des gesamten Buchsovals etwa eine Viertelstunde gebraucht) war meine Hand nach einiger Zeit ein bisschen verkrampft. Nach kurzem Ausschütteln (bzw. Wechseln in die linke Hand) ging es dann wieder.

Das Schneidmesser habe ich ebenfalls ohne Anleitung ausgewechselt. Dafür war auch keine Anleitung nötig,  nur das erneute Aufsetzen des Deckels (an der Unterseite) war anfangs ein bisschen fummelig. Und mit dem Grasscheren-Aufsatz ist Rasenkantengefizzel auch kein Problem mehr. Ich hatte mal einen Trimmer, dem immer nach kürzester Zeit der Nylonfaden gerissen ist, sobald man damit an eine Steinkante o.ä. geriet. So etwas kann mit diesem Gerät gar nicht passieren.

Vom Design her finde ich die Isio ansprechend - aber mit Abstand am coolsten ist die Dose, in der die Schere geliefert wird. Mich kann man mit solchen Kleinigkeiten durchaus erfreuen ;-)

 

Beide Geräte sind übrigens mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet, die keinen Memory-Effekt kennen. Das bedeutet, wenn man die Scheren auflädt, bevor der Akku ganz leer ist, oder mit dem Aufladen aufhört, bevor er voll ist, nimmt der Akku das nicht übel. Vor Tiefentladung schützt eine Sperre. Die Messer bewegen sich einfach nicht weiter, wenn der Akku leer ist. Dafür konnte ich aber die Schere mal eben für eine halbe Stunde an die Steckdose hängen, weil ich mit den letzten Zweigen des Ovals noch nicht fertig war, als der Akku leer war (er war nicht voll aufgeladen, mehr dazu im Video), und ich wollte dies am selben Tag abschließen.

Fazit: Leise, handlich und supereinfach zu bedienen. Noch nie war ich beim Buchs-Schneiden so schnell! Wer sich am Stylen von Buchs-Skulpturen versuchen will, ist damit auch bestens bedient, weil man überall einfach herankommt.

Die Bosch Isio Strauchschere kann für ca. 57 Euro bei amazon bestellt werden.


Blumentopf mit Wasserspeicher

Ich hatte ein wenig herumexperimentiert und einen von drei Paprikakeimlingen in eine umgebaute PET-Flasche gepflanzt. Das Ergebnis überzeugte: Der Keimling im Wasserspeichertopf wuchs zu einem stattlichen Exemplar heran, während die beiden anderen Keimlinge praktisch auf der Strecke blieben. Im neuen Video zeige ich, wie man den Bewässerungstopf baut.

Mittwoch, 22. April 2009

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Bau eines einfachen Laubkompostbehälters

Wir hatten im letzten Jahr so viel Laub in unserem Garten, dass wir es vor den ersten Schnee nicht komplett entfernt hatten. Als ich jetzt im Spätwinter durch den Garten lief, kam mir die Idee, das restliche Laub nicht in Laubsäcke zu füllen, sondern lieber fruchtbaren Kompost daraus zu machen. Doch welchen Kompostbehälter nehmen? Im folgenden Video demonstriere ich eine einfache Lösung:

Dienstag, 10. März 2009

Wir haben einen Thermokomposter, den ich jedoch für anderes Material verwenden wollte. Mir fiel dann ein altes Gitter in die Hände, das genau die richtige Größe hatte. Man bekommt solche Drahtgitter in jedem Baumarkt.

Nachdem ich es an den Enden mit grünem Pflanzendraht zusammengebunden hatte, habe ich eine Stelle neben dem Thermokomposter freigeräumt, den Boden gelockert, und den fertigen Behälter dorthin gestellt.

 

Als erstes habe ich die in den Behälter hineinragenden Zweige der dahinter wachsenden Hecke abgeschnitten, zerkleinert und auf den Boden gelegt. Der ganze Trick besteht nun darin, abwechslend Laub und Erde aufeinanderzuschichten. Am besten nimmt man keine trockene Erde, sondern feuchte, lebendige, von Mikroorganismen durchzogene, dann spart man sich den Kompoststarter.

Ich mische noch Kaffeesatz und Teefilter darunter, das schmeckt den Würmern, die ja schließlich die ganze Arbeit tun sollen, besonders gut. Sonstige Küchenabfölle nehme ich nur in Maßen, denn erstens sol das ja LAUBkompost werden, und zweitens sollten diese - zumindest in unserer Gegend - lieber im Thermokomposter verrotten, damit keine Wildschweine angelockt werden.

Wichtig ist, alles, was auf den Kompost kommt, stets gut zu zerkleinern, das beschleunigt die Rotte. Außerdem muss auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden. Ist der Kompost zu trocken, kommt die Rotte gar nicht est in Gang, ist er zu feucht, fühlen sich Fäulnisbakterien pudelwohl, und wir erhalten eine stinkende, schware Masse, aber keinen wertvollen Kompost. Am besten ist es, wenn wenigstens einmal pro Woche kontrolliert wird. Zwischendurch kann mit langen Metallstangen in das Material gestochen werden, oder man schichtet bisweilen um.


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Aussaat auf der Fensterbank

Der lange Winter nervt, und die Sehnsucht nach frischem Grün fürs Auge treibt so manchen Hobbygärtner in die Gartencenter, wo bunte Samentüten in die Einkaufswagen wandern, Torfquelltöpfe, sowie das eine oder andere Minigewächshaus für die Fensterbank. Diese Ausrüstung kann man gut benutzen, wenn nur wenige Sommerblumen für den Balkonkasten vorgezogen werden sollen. Doch es geht auch ressourcenschonender und preiswerter, vor allem, wenn die Planung vorsieht, einen ganzen Garten oder Hinterhof mit Gemüse und Blumen zu bestücken. Wie das funktioniert, erkläre ich in meinem Video „Alternative Anzuchttöpfe“:

Sonntag, 08. März 2009

Aussaat in Saatschalen

Dafür eignen sich im Grunde alle flachen Plastikbehälter, die keine Löcher im Boden haben. Ich habe seit Beginn der Aussaatphase jeden eckigen Quarkbecher, GemüsePlastikschalen aus dem Supermarkt, abgeschnittene Unterteile von Tetrapacks, etc. gründlich ausgewaschen und als Kiste für die Anzuchttöpfe benutzt, ebenso eckige Tupperware. Ich benutze nur eckige Gefäße, weil sie platzsparender unterzubringen sind.

Vielen Menschen genügt es auch, die Samen direkt in die Aussaatschalen zu säen und sie nach der Keimung in Anzuchttöpfe pikieren. Ich neige jedoch dazu, die zarten Keimlinge und Würzelchen beim Pikieren versehentlich umzubringen, und so säe ich direkt in die Töpfchen und stelle sie in die Saatschalen.

Torfquelltöpfe oder Jiffy Pots

Auch ich habe wider besseren Wissens kürzlich eine Packung Torfquelltöpfe erstanden. Man muss die Tabletten in Wasser einweichen, sie quellen innerhalb weniger Minuten auf und sind bereit für die Aussaat. Allerdings habe ich viel vor in diesem Jahr und eine fünfzig-Stück-Packung kostete mehr als 5,- Euro. Bei vielen Pflanzen kann sich das schnell zum echten Kostenfaktor entwickeln. Außerdem regte sich mein grünes Gewissen, denn mit der Nachfrage nach Torf beschleunigt man den Abbau der Moore, und das möchte ich wirklich nicht unterstützen. Deshalb lasse ich auch die Jiffy-Pots im Ladenregal stehen, gepresste Torftöpfe, die man mit Aussaaterde füllen kann.

Alternativen

Ich habe Kerne von Toilettenpapierrollen in zwei Hälften geschnitten, diese aufrecht in die Saatschalen gestellt, mit Aussaaterde befüllt und die Samen hineingesteckt. Die Papp-Abschnitte sind unten offen, und das ist ganz praktisch, weil die Wurzeln beim Umtopfen in größere Gefäße ungehindert nach unten durchwachsen können. Als mir die
Klorollen ausgingen, habe ich kleine Töpfe aus Zeitungspapier gebastelt. Das geht schnell und unkompliziert, wie im Video und auf den folgenden Fotos zu sehen ist:

           

Nach der Aussaat

Die Töpfe werden nun in den Saatschalen gut gewässert. Auch die Pappe, bzw. das Papier sollte gut durchfeuchtet sein. Anschließend das überschüssige Wasser abgießen und die Schale in einen Gefrier- oder Frühstücksbeutel stecken, verschließen und BESCHRIFTEN, denn für die Pflanzung, v.a. von Gemüse, sollten wir schon genau wissen, was da wächst, denn es gibt ja Pflanzen, die sich miteinander gar nicht vertragen.  Nun das gesamte „Paket“ möglichst an einen warmen Ort stellen, denn Wärme beschleunigt die Keimung, und wir sind ja alle ungeduldig.

Kontrolle

Die Saatschalen bitte jeden Tag kontrollieren, und die Tüte entfernen, sobald sich die ersten Keimlinge zeigen (die Tüten kann man gut trocknen und für die nächsten Aussaaten benutzen). Das kann sehr schnell gehen – mein erster Kürbiskeimling war innerhalb von drei Tagen so weit. Ließe man die Tüte drum, würde der Keimling irgendwann faulen. Ich stelle die Schalen also ans Fenster, möglichst hell, damit die Minipflänzchen nicht vergeilen, also nicht bleich, spillerig und dürr werden. Wichtig ist nun, darauf zu achten, dass die Töpfe nicht
austrocknen und schön gleichmäßig feucht bleiben. Aber auch jetzt bitte kein Fußbad einfüllen, das mögen die Wurzeln nicht.

Im Video oben oder auf meinem youtube-Kanal ist alles noch einmal genau zu sehen.

Auf einen Blick

Was benötige ich für die Aussaat?

-    eckige Plastikschalen (Tupperware, Quarkbecher, Gemüseschalen, etc.)
-    halbierte Toilettenpapierrollen oder eine Tageszeitung und Tesafilm
-    Gefrierbeutel und / oder Frühstücksbeutel aus Plastik
-    Papier, Label oder Pflanzenstecker zum Beschriften (Pflanze und Ausaatdatum)

Alles, was ihr sonst noch für die Aussaat brauchen könnt*

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