Und dann war es plötzlich vorbei
Tagelang dachte ich, verflucht, das Ende ist so nah, und ich komme einfach nicht dorthin! Und gerade eben habe ich das letzte Wort am neuen Krimimanuskript geschrieben.
Montag, 25. Januar 2010
Irgendwie erwarte ich noch immer, dass ein Trommelwirbel einsetzt, doch das tut er nicht.
Diesmal war ich auch sehr entspannt; habe nicht in Deadline-Panik geschrieben (ich war eh drüber *g*) und das sprichwörtliche Tot-Umfallen nach der Fertigstellung blieb somit auch aus.
Geblieben ist die Erkenntnis, das alles, was ich auf “danach” verschoben habe, jetzt erledigt werden muss. Keine Ausrede mehr ;-) Obwohl… Das nächste Buch muss ja Mitte März fertig sein. Nicht so viele Seiten wie der Krimi, Fantasy diesmal, aber schreiben muss ich das ja auch.
Und das Exposé, das sich neulich so ideenreich aufgedrängt hat, das mache ich auch fertig vorher, aber da freue ich mich auch schon drauf.
So sage ich dann mal ein fröhliches Juchhu :-) Ich bin mit Buch Nr. 14 feeeeertig! Und kann es noch gar nicht glauben.
Umstrukturierung
In den letzten Tagen habe ich sehr konzentriert am Krimimanuskript gearbeitet und bin gut vorangekommen (sogar heute, obwohl das Internet wieder funktioniert). Langsam nähere ich mich dem interessanten Teil.
Donnerstag, 07. Januar 2010
Heute habe ich den ganzen Anfang überarbeitet und mir ist aufgegangen, dass ich größere Teile des Unschuldsengel-Nachfolgers umstellen muss. Es würde so zwar auch funktionieren, aber es ist mir noch zu wenig elegant.
Darüberhinaus würde es passen, wenn ich einer Randfigur größere Bedeutung gebe, weil sie den Konflikt noch deutlicher machen kann.
Ich bin davon überzeugt, dass sich dann der Rest auch leichter schreibt, weil sich alles besser zusammenfügt. Ich habe zwar ein Konzept, doch erfahrungsgemäß verändert sich dies beim Schreiben mal mehr, mal weniger.
Für die letzten Schreibtage habe ich mir noch einen Plan gemacht, wann ich auf welcher Seite sein muss. Es ist schön, wenn das Ende so absehbar wird - das verleiht noch einmal neuen Schwung.
Mit dem Start ins neue Arbeitsjahr bin ich jedenfalls sehr zufrieden. Und jetzt räume ich das Manuskript um :-)
NACHTRAG:
Ich habe mir eine handgeklöppelte Timeline geschrieben, die sich an einigen historischen Daten festmacht. Dabei habe ich bemerkt, dass ich den ganzen Plot ein Stück nach links verschieben muss, sprich, das Ereignis, das mit einer bestimmten Begebenheit in meinem Krimi korrelieren sollte, nehme ich dort weg und lege es ans Ende des Buches. Dort ist es nämlich viel beser aufgehoben. Und für das, was ich damit erklären wollte, habe ich eine viel bessere Lösung gefunden.
Außerdem hatte ich eine Idee, wie ich die Einstiegsszene temporeicher gestalte. Sie war erst relativ ruhig angelegt, passend zum Charakter meines Protagonisten, doch ich denke, die Zusatzidee gibt der Szene und dem Charakter noch mehr Substanz.
Das ist das Schöne am Schreiben: Je länger man im Geschäft ist, umso mehr lernt man dazu. Überarbeiten fand ich früher sehr lästig, doch heute liebe ich das Gefühl, wenn ich noch mehr aus dem Text herauskitzeln kann. Ich bin bei diesem Krimi jetzt in der Phase, bei der ich am Ende noch die Rohfassung stricke, vorne aber schon überarbeite.
Vom Himmel gefallen
So kann es gehen. Das Manuskript wehrt sich der Deadline entgegen, und plötzlich materialisiert sich aus dem Frustgefühl eine Nebenfigur mit lustigem Namen, die in der Szenenabfolge (nein, im gesamten Plot) eigentlich gar nicht vorgesehen war.
Dienstag, 08. Dezember 2009
Doch was soll’s? Der Herr ist urplötzlich da und schon wird er ein wichtiger Zeuge. In dessen Gefolgschaft taucht ein Freund und dessen Zimmerwirtin auf. Und diese Wirtin - da schau her! - ist die Frau, die ich vorher schon eingeplant hatte, doch noch nicht wusste woher sie wohl kommen würde, wie sie aussähe und wie sie hieße. So schließt sich plötzlich ein Kreis und das Manuskript wird - buchstäblich - wieder ein wenig runder.
Für solche Momente bin ich Autorin geworden.
Wollt ihr mal sehen, wie ich arbeite? - Teil 1
Ich bin ja sehr neugierig, das dürfte Stammlesern bekannt sein. Und so sehe ich auch gerne Menschen beim Arbeiten über die Schulter. Weil ich davon ausgehe, dass ihr auch neugierig seid, weil ihr sonst dieses Blog nicht lesen würdet, lade ich euch heute mal zum Zuschauen ein:
Freitag, 27. November 2009
Nun könnte man ja denken, Autoren, die tippen vor sich hin, bis das Manuskript fertig ist, dann überarbeiten sie es, und schicken es ins Lektorat. Im Prinzip stimmt das auch, aber jeder Autor hat andere Arbeitsmethoden. Und manchmal ist auch einiges an Fummelarbeit zu erledigen, v.a. wenn man in verschiedenen Programmen schreibt. In diesem Video arbeite ich am zweiten Kappe-Krimi (der Unschuldsengel-Nachfolger). Gezeigt wird die Phase, in der ich neben dem Schreiben noch an der Gliederung arbeite. Das geht zu Beginn eines Buchprojektes bei mir meist noch Hand in Hand.
Das fertige Manuskript schicke in als Word-.doc an die Lektorin, aber ich arbeite gerne in Papyrus Autor, weil ich mir damit eine schöne Übersicht erstellen kann, indem ich Szenen markiere und Anmerkungen schreibe, die Papyrus dann in eine Inhaltsübersicht umwandelt. Bei der Überarbeitung einzelner Szenen vereinfacht das die Suche sehr, zumal man den unterschiedlichen Arbeitsfortschritt in der Übersicht markieren kann (unfertig, überarbeiten, Feinschlif, etc.). Sollte es dann nötig werden, einzelne Szenen zu verschieben, verändert sich die Übersicht mit.
Noch ein Feature, das ich an Papyrus Autor mag, stelle ich im Video vor: DIe Verknüpfung von Namen / Orten / Textteilen, etc. mit Datenbanken, die ich zum jeweiligen Projekt erstelle.
Und nun die Frage an euch: Was wollt ihr noch sehen? Ich filme weiter aus meinem Arbeitsalltag und nehme noch Sonderwünsche entgegen :-)
Videotipp für Fantasy-Fans
Drei der erfolgreichsten deutschen Fantasyautoren, setzten sich im ZDF bei "Volle Kanne" an den Frühstückstisch und beantworten Fragen des Moderators und der Zuschauer.
Dienstag, 24. November 2009
Heute Morgen konnte ich das Fantasy-Frühstück mit Tanja Heitmann, Markus Heitz und Kai Meyer leider nicht sehen, aber das ZDF ist erstaunlich schnell dabei, und hat die Sendung bereits ins Archiv gestellt.
Eine wirklich interessante Sendung, vor allem natürlich für Fans, aber auch für Autoren, die am Anfang ihres Schaffens stehen, weil auch Tipps gegeben werden. Man erfährt aber auch sehr viel zum Hintergrund der drei Fantasy-Stars.
Eine halbe Stunde informative Plauderei - es lohnt sich, sich die Zeit zu nehmen.
Wichtigste Rubrik auf der NaNoWriMo-Seite
Rechts unten auf der Startseite ;-)
Freitag, 06. November 2009

(c) Petra A. Bauer, 6.11.2009
Mit dem Wacom Graphire gezeichnet.
- Was plane ich denn so?
Montag, 24. Oktober 2011 - NEUAUFLAGE! A Heart in New York - Ein Herz in New York
Mittwoch, 10. August 2011 - VÖLLIG NEU AUFGELEGT - San Francisco Love Affair
Donnerstag, 27. Januar 2011
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Elke : Hallo Petra, danke für diesen tollen und sehr informativen Beitrag. Der naive...
Petra : Danke fürs Kompliment, @baldMami :-) Das mit den Amazonbannern kann ich...
Carlin : Also ich wär auch fürs Umdenken. Ich hab immerhin 100 Besucher am Tag wenns...
baldMami : Tolle Schreibe hast du. Mag ich! Hab`s auf meinen recht neuen Mamablog mal mit...
Simone : Liebe Petra, vielen Dank für diesen Blogbeitrag - und ja - ich glaube auch,...
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